© Aïda Hammad
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Schweiz «Schluss mit der Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen»

Medienmitteilung 7. März 2021, Bern – Medienkontakt
Das knappe Ja der Schweizer Stimmbevölkerung zur Initiative für ein Verhüllungsverbot kommentiert Cyrielle Huguenot, Verantwortliche für Frauenrechte bei der Schweizer Sektion von Amnesty International, wie folgt

«Nach dem Minarettverbot hat sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten ein weiteres Mal für eine Initiative ausgesprochen, die eine einzelne Religionsgemeinschaft diskriminiert und unnötig Ängste und Spaltung schürt. Das Verhüllungsverbot ist keine Massnahme zur Frauenbefreiung, sondern eine gefährliche Symbolpolitik, die die Meinungs- und Religionsfreiheit verletzt.»

«Wir fordern Politik und Regierung auf, sich unmissverständlich hinter die Grundrechte religiöser Minderheiten im Land zu stellen.» Cyrielle Huguenot, Verantwortliche für Frauenrechte bei der Schweizer Sektion von Amnesty International

«Wir fordern Politik und Regierung auf, sich unmissverständlich hinter die Grundrechte religiöser Minderheiten im Land zu stellen und sich für das friedliche Zusammenleben auszusprechen. Von Seiten der Behörden braucht es Massnahmen um sicherzustellen, dass das Verhüllungsverbot betroffene Frauen nicht ausgrenzt und aus dem öffentlichen Raum verdrängt.»

«Die Behörden sollten jetzt Massnahmen zum Schutz aller Frauen verstärken, die in der Schweiz benachteiligt oder von Gewalt betroffen sind – unabhängig ihrer Religion und Herkunft.»

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