Durch die Anpassung des schweizerischen Rechts an die europäische Richtlinien wird der Zugang zu halbautomatischen Waffen beschränkt. © Vercing / Wikicommons
Durch die Anpassung des schweizerischen Rechts an die europäische Richtlinien wird der Zugang zu halbautomatischen Waffen beschränkt. © Vercing / Wikicommons

Revision des Waffengesetzes Besserer Schutz vor bewaffneter Gewalt

Medienmitteilung 20. Mai 2019, London/Bern – Medienkontakt
Die Schweizer Sektion von Amnesty International begrüsst den Entscheid des Schweizer Volkes, die Revision des Waffengesetzes zu akzeptieren.

Die Schweizer Sektion von Amnesty International begrüsst den Entscheid des Schweizer Volkes, die Revision des Waffengesetzes zu akzeptieren. Das klare Ja von 63,7 Prozent der Stimmbevölkerung zeigt: Die meisten Menschen sind überzeugt, dass eine strengere Regulierung des Zugangs von Privatpersonen zu Waffen von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit unseres Landes ist.

«Die Schweizerinnen und Schweizer haben eine gute Entscheidung getroffen. Die schrittweise Beschränkung des Zugangs zu Schusswaffen in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Zahl der Opfer von bewaffneter Gewalt halbiert. Das neue Gesetz wird weiter dazu beitragen, dass die Zahl der Selbsttötungen, Morde und Schussverletzungen reduziert wird», sagte Alexandra Karle, Leiterin Kommunikation bei Amnesty Schweiz.

Mit der Anpassung des Schweizer Waffenrechts an die europäische Rüstungsrichtlinie wird der Zugang zu halbautomatischen Waffen, die in den letzten Jahren in Europa und den USA zu vielen tödlichen Angriffen geführt haben, auf Polizei- und Militärangehörige beschränkt. Sportschützen können diese Waffen künftig nutzen, wenn sie nachweisen, dass sie trainieren und regelmässig an Wettkämpfen teilnehmen.