Türkei Rechte der Hungerstreikenden müssen respektiert werden

5. November 2012
In türkischen Gefängnissen befinden sich Hunderte kurdischer Häftlinge im Hungerstreik; etliche von ihnen befinden sich in Lebensgefahr. Amnesty fordert die türkischen Behörden auf, von Repressalien gegen die Hungerstreikenden abzusehen und ihr Recht auf freie Meinungsäusserung und Protest zu respektieren.

Der Hungerstreik richtet sich gegen die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und gegen die Einschränkungen in der Zulassung der kurdischen Sprache. Nach Informationen von Amnesty ist es in den Gefängnissen von Silivri und Şakran zu Misshandlungen und Repressalien gegen die Streikenden gekommen: Etliche wurden in Isolationshaft überführt und der Zugang zu Trinkwasser wurde ihnen teilweise verwehrt.

Amnesty International ruft die türkische Regierung dazu auf, die erwähnten Vorfälle zu untersuchen, die Rechte der Gefangenen auf freie Meinungsäusserung und Protest zu respektieren, von Repressalien abzusehen und den Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung sicherzustellen.

Zur weltweiten "Urgent Action" für die Hungerstreikenden