Bab al-Salam an der syrisch-türkischen Grenze, 11. Februar 2016 © Amnesty International
Bab al-Salam an der syrisch-türkischen Grenze, 11. Februar 2016 © Amnesty International

Syrisch-türkische Grenze Verletzte aus Aleppo erhalten keinen Einlass in die Türkei

Medienmitteilung 19. Februar 2016, London/Bern – Medienkontakt
Bericht einer Amnesty-Mission von der syrisch-türkischen Grenze: Verletzte fliehen vor dem Sturm auf Aleppo – und werden wie Tausende andere an der Einreise in die Türkei gehindert.

Die türkischen Behörden verweigern selbst verletzten syrischen Zivilpersonen die Einreise, welche dringend auf medizinische Hilfe angewiesen wären, nachdem sie der intensiven Bombardierung des nördlichen Umlands von Aleppo entkommen sind. Das berichtet ein Amnesty-Team von einer Beobachtungsmission an der Grenze bei Öncüpınar/Bab al-Salam.

Das Amnesty-Team hat auch dokumentiert, wie türkische Sicherheitskräfte auf Zivilpersonen schossen und sogar auf Kinder, die aus schierer Verzweiflung versuchten, die Grenze illegal mit Hilfe von Schmugglern zu überqueren.

«Die Menschen, mit denen wir sprachen, zeichnen ein erschütterndes Bild von der verzweifelten Lage der Zivilbevölkerung: Diese sitzt zwischen alltäglichen Luftangriffen und miserablen humanitären Bedingungen in der Falle. Der äusserst selektive Umgang der Türkei mit Flüchtlingen ist frappierend – nur gerade Schwerverletzte erhalten Zugang zu medizinischer Versorgung, während alle anderen, die vor der Gewalt zu fliehen versuchen, keinen Schutz erhalten», sagt Tirana Hassan, Mitglied des Krisenteams von Amnesty International.

Die ausführliche Medienmitteilung in Englisch mit Zeugenaussagen von Ärztinnen und Ärzten und weiteren Detailberichten finden Sie hier auf www.amnesty.org.

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