Ukraine Begnadigung der Demonstranten entbindet die Behörden nicht ihrer Verantwortung

In einem heute veröffentlichten Bericht fordert Amnesty International eine genaue Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen, die während der Unruhen des vergangenen Monats an friedlich ...

In einem heute veröffentlichten  Bericht fordert Amnesty International eine genaue Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen, die während der Unruhen des vergangenen Monats an friedlich Demonstrierenden begangen wurden.   Die Straffreiheit, die das Parlament den verhafteten Demonstrantinnen und Demonstranten zugesichert hat, darf nicht dazu dienen, von den gewaltsamen Übergriffen der Polizei abzulenken.

«Dass die Demonstranten vom Maidan-Platz begnadigt worden sind, entbindet die ukrainischen Behörden nicht von ihrer Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen, die während des vergangenen Monats begangen wurden», so Heather McGill, Amnesty-Researcherin für die Ukraine.

In einem Bericht mit dem Titel «‘EuroMaydan‘: Human rights violations during protests in Ukraine» dokumentiert Amnesty International gewaltsame Übergriffe seitens der Sicherheitskräfte, unfaire Gerichtsverfahren und weitere Menschenrechtsverletzungen, die im Bemühen begangen wurden, die Versammlungsfreiheit einzuschränken.

Amnesty International hat die Einhaltung der Menschenrechte seitens der Behörden seit Beginn der Proteste genauestens unter die Lupe genommen und Zeugenaussagen von rund zwanzig Opfern von Menschenrechtsverletzungen, ihrer Familien und ihrer Anwältinnen eingeholt.

Den Bericht downloaden (Englisch)

23.12.2013