Weissrussland Eishockey-WM: Fairplay für die Menschenrechte

Vom 9. bis 25. Mai 2014 findet in Belarus (Weissrussland) die Eishockey-Weltmeisterschaft statt. An der WM wird auch die schweizerische Eishockey-Auswahl als Vize-Weltmeisterin teilnehmen.

In der «letzten Diktatur Europas» sind Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung: Belarus ist das letzte Land mit Todesstrafe in Europa, die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit wird massiv eingeschränkt, Menschenrechtsaktivistinnen und kritische Journalisten stehen unter Druck und werden eingesperrt.

Die belarussische Aktivistin Iryna Prakopchyk vom Menschenrechtszentrum Viasna befindet sich auf Einladung von Amnesty International dieser Tage in der Schweiz und steht für Interviews zur Situation in Weissrussland zur Verfügung.

«Die Repressionen, unter denen die Menschen in Weissrussland aktuell leiden, erinnern an die schlimmste Zeit unter Lukaschenko zwischen 1996 und 1999», berichtet Iryna Prakopchyk. «In den vergangenen drei Jahren geht der weissrussische Geheimdienst rücksichtslos gegen Andersdenkende vor. Das rechtswidrige Verhalten der Sicherheitskräfte ist keine Ausnahme, sondern die Norm, es wird auch wieder gefoltert.» Ein absurdes Beispiel für den Irrsinn seien die rechtswidrigen Verhaftungen von Teilnehmern der stillen! Proteste, weil sie angeblich laut geschimpft und geflucht haben sollen.

Die Schweizer Sektion von Amnesty International lanciert die Petition «Belarus: Fairplay für die Menschenrechte!». Mit der Petition fordert Amnesty International Präsident Lukaschenko auf, seinen Bürgerinnen und Bürgern das Recht auf freie Meinungsäusserung sowie auf Versammlungsfreiheit vollumfänglich zu gewähren, alle Gewissensgefangenen sofort und bedingungslos freizulassen sowie die Anklage gegen sie fallen zu lassen.

Medienmitteilung veröffentlicht: 5. Mai 2014, Bern
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