© Dan Henson - Shutterstock
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Belarus (Weissrussland): Briefaktion für Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko Covid-19: Erhöhtes Risiko für zwei Gefangene mit chronischen Krankheiten

Briefe gegen das Vergessen Juni 2020
Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko sitzen wegen geringfügiger gewaltfreier Delikte im Gefängnis. Die zunehmende Zahl der Covid-19-Erkrankungen stellt ein grosses Risiko für die beiden jungen Männer dar.

Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko sitzen seit 2018 wegen geringfügiger gewaltfreier Drogendelikte im Gefängnis. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme waren sie 17 Jahre alt. Sie hätten nie inhaftiert werden dürfen.

Die beiden jungen Männer leiden unter schweren Erkrankungen. Emil Ostrovko hat chronisches Asthma, und Vladislav Sharkovsky leidet unter permanentem Husten und Thrombose. Seine Sicht ist zudem durch Lichtblitze und sogenannte Floater im Auge eingeschränkt.

Die zunehmende Zahl der Covid-19-Erkrankungen stellt ein grosses Risiko für die beiden Männer und viele andere Inhaftierte in Belarus dar.
 

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe in gutem Belarussisch, Russisch, Englisch oder auf Deutsch an den Präsidenten von Belarus:

BRIEFVORSCHLAG und Forderungen auf Deutsch
(Briefvorschlag in Englisch siehe ganz unten)

Sehr geehrter Herr Präsident

Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko sitzen seit 2018 wegen geringfügiger gewaltfreier Drogendelikte im Gefängnis. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme waren sie 17 Jahre alt. Sie hätten nie inhaftiert werden dürfen.
Beide Männer leiden unter schweren Erkrankungen. Emil Ostrovko hat chronisches Asthma, und Vladislav Sharkovsky leidet unter permanentem Husten und Thrombose. Seine Sicht ist zudem durch Lichtblitze und sogenannte Floater im Auge eingeschränkt. Die zunehmende Zahl der Covid-19-Erkrankungen stellt ein grosses Risiko für die beiden Männer und viele andere Inhaftierte in Belarus dar.

Ich fordere Sie auf, unverzüglich eine vorzeitige oder bedingte Entlassung von Vladislav Sharkovsky und Emil Ostrovko zu genehmigen, da sie aufgrund von Covid-19 einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.

Bitte sorgen Sie für die Einsetzung eines Prozesses, um die Notwendigkeit der fortgesetzten Inhaftierung aller Gefangenen in Belarus, die einem erhöhten Covid-19-Risiko ausgesetzt sind, unverzüglich zu überprüfen. Dies betrifft auch Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen.

Bitte überprüfen sie die Drogenbekämpfungspolitik des Landes. Beenden Sie die Praxis der Inhaftierung von Minderjährigen wegen geringfügiger, gewaltloser Drogendelikte gemäss Artikel 328 und ergreifen Sie Massnahmen, um alle Kinder und Jugendlichen, sowie Personen, die zum Zeitpunkt der Straftat minderjährig waren, freizulassen.

Hochachtungsvoll,
 

Corona-Krise: Info Postversände

Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus ist die weltweite Briefzustellung momentan eingeschränkt. Da die Zustellbedingungen täglich ändern können, prüfen Sie bitte vorab auf der Website der Schweizer Post, ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden. Falls nicht, bitten wir Sie andere Kommunikationskanäle (E-Mail, Fax oder soziale Medien, wenn vorhanden) für die Zustellung Ihres Appells zu nutzen und/oder senden Sie diesen via die Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung an die genannte Person.

Höflich formulierten Brief an de Präsidenten von Belarus:

Aleksandr Lukashenko
Ul. Karla Marksa, 38
220016 Minsk
BELARUS

Fax: (00 375) 17 226 06 10 oder (00 375) 17 222 38 72
E-Mail: contact@president.gov.by

Anrede: Dear President / Sehr geehrter Herr Präsident

Kopie an

Botschaft der Republik Belarus
Quartierweg 6
Postfach153
3074 Muri b. Bern

Fax: 031 952 76 16
E-Mail: switzerland@mfa.gov.by

 

Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch finden Sie auf Seite 4
» in diesem Word-Dokument
» in diesem PDF-Dokument

 

Porto: Europa: CHF 1.50 / übrige Länder: CHF 2.00
 


Model letter in english:

Dear President,

Vladislav Sharkovsky and Emil Ostrovko are two of the many young people in Belarus who were arrested as children and have been imprisoned for minor, non-violent drug-related offences, and whose cases have been a growing matter of concern in the country and internationally. You will have received multiple calls for their and others’ release, and for review of Belarus’ highly punitive anti-drug policies.
With the rapid spread of COVID-19 virus, their health and potentially life, and those of numerous other prisoners are at risk, and this risk is growing daily. States have a duty to review the need for continued custodial detention and should consider if the current pandemic qualifies prisoners for early or conditional release or other alternative non-custodial measures. The authorities should take into account individual circumstances and the risks posed to groups at risk, such as those with serious medical conditions and those with a weakened immune system.

In light of the above, I urge you to:
- Consider without delay and approve an early or conditional release for Vladislav Sharkovsky and Emil Ostrovko, as they are at heightened risk of becoming severely ill due to COVID-19;
- Implement a process to promptly review the need for continued custodial detention of all prisoners in Belarus who are at heightened risk due to COVID-19, including people with pre-existing medical conditions;
- Review the country’s anti-drug policy and end the practice of imprisoning children for minor, non-violent drug-related offences under Article 328, and take measures to release all children and young people who were children at the time of the offence.

Yours sincerely,