© Amnesty International
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Irak 40 Todesurteile

Medienmitteilung 18. Februar 2016, London/Bern – Medienkontakt
Gesamtzahl der Todesurteile steigt auf schockierende 92 seit Anfang 2016.

Am Morgen des 18. Februar wurden im Irak 40 Todesurteile verhängt. Die Zahl der Todesurteile in dem Land steigt damit auf insgesamt 92 allein seit Anfang 2016.

In einem Massenprozess, der mit grundlegenden Rechtsmängeln behaftetet war, wurden 40 von 47 Angeklagten auf der Grundlage des Antiterror-Gesetzes von 2005 zum Tod verurteilt. Viele von ihnen gaben an, unter Folter zu Geständnissen gezwungen worden zu sein. Der Prozess stand im Zusammenhang mit dem «Speicher-Massaker» vom Juni 2014 in einem Militärcamp bei Tikrit. Etwa 1700 Armeerekruten wurden damals durch die bewaffnete Gruppe, die sich als Islamischer Staat bezeichnet, brutal ermordet.

Amnesty International spricht von einer fahrlässigen Missachtung von Recht und von Menschenleben und von einem alarmierenden Zeichen für den Zustand des Rechtssystems im Irak.

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