Gewalt gegen Frauen ist im Iran weit verbreitet - die Täter bleiben straffrei © Bartolus
Gewalt gegen Frauen ist im Iran weit verbreitet - die Täter bleiben straffrei © Bartolus

Iran

Jahresbericht 2008 Amtliche Bezeichnung: Islamische Republik Iran Staatsoberhaupt: Ayatollah Sayed ’Ali Khamenei Staats- und Regierungschef: Mahmoud Ahmadinejad Todesstrafe: nicht abgeschafft ...
Jahresbericht 2008

Amtliche Bezeichnung: Islamische Republik Iran
Staatsoberhaupt: Ayatollah Sayed ’Ali Khamenei
Staats- und Regierungschef: Mahmoud Ahmadinejad
Todesstrafe: nicht abgeschafft
Einwohner: 71,2 Millionen
Lebenserwartung: 70,2 Jahre
Kindersterblichkeit (m /w): 32 / 31 pro 1000 Lebendgeburten
Alphabetisierungsrate: 82,4 Prozent

Auch im Berichtsjahr unterdrückten die Behörden abweichende Meinungen. Journalisten, Schriftsteller, Akademiker, Frauenrechtlerinnen und andere engagierte Bürger waren von willkürlichen Festnahmen, Reiseverboten, Schikanen sowie der Schliessung ihrer Nichtregierungsorganisationen betroffen. Die bewaffnete Opposition – insbesondere kurdische und belutschische Gruppen – setzte ihre Aktivitäten fort.

Minderheiten wurden vom Staat nach wie vor unterdrückt. Die Diskriminierung von Frauen war weiterhin fest im iranischen Recht und in der Praxis verankert. In Gefängnissen und Haftzentren wurde in grossem Umfang gefoltert.

Eine im April angekündigte Offensive zur Verbesserung der Sicherheitslage führte zu einem massiven Anstieg von Hinrichtungen.

Mindestens 335 Menschen wurden im Berichtsjahr hingerichtet, unter ihnen auch zur Tatzeit minderjährige Straftäter. Nach wie vor wurden Steinigungen, Amputations- und Prügelstrafen verhängt und vollstreckt.

Der Eintrag im Jahresbericht 2008 basiert auf Vorkomnissen und Daten aus dem Jahr 2007


Ganzer Eintrag im Jahresbericht (Englisch) auf: thereport.amnesty.org

 

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