Trauriger Höhepunkt Iran richtet 10 Menschen hin

23. Oktober 2012
Trotz internationalem Protest wurden am 22. Oktober 2012 im Evin-Gefängnis in Teheran zehn Menschen hingerichtet. Nach China führt der Iran weltweit die meisten Exekutionen durch, allein in diesem Jahr waren es bereits mindestens 368.

Die meisten Todesurteile werden im Iran wegen Drogendelikten verhängt. Dies verstösst gegen internationales Recht, das die Todesstrafe nur bei besonders schweren Verbrechen zulässt. Dazu kommt, dass die Gerichtsverfahren, die zu den Todesurteilen führen, in der Regel die internationalen Standards für faire Prozesse nicht. erfüllen. Amnesty International fordert  den Iran auf, alle hängigen Todesurteile in andere Strafen umzuwandeln und die Todesstrafe für Drogendelikte aus dem Gesetz zu streichen.

Berichten zufolge wurde einer der Getöteten, der Ladenbesitzer Saeed Sedighi, vor der Hinrichtung im Gefängnis gefoltert und erhielt keine Gelegenheit, sich von Angehörigen und Freunden zu verabschieden, mit Ausnahme seiner Mutter. Amnesty International fordert den Iran auf, die Foltervorwürfe unverzüglich durch unabhängige Stellen  untersuchen zu lassen.

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