Israel / besetzte Gebiete Hauszerstörungen und Vertreibungen nehmen weiter zu

14. Dezember 2011
Während sich das Nahostquartett in Jerusalem zu neuen Gesprächen trifft, muss Amnesty International zusammen mit 19 anderen NGOs eine beunruhigende Jahresbilanz ziehen: Die Zerstörung palästinensischer Häuser, Wohnungen und Installationen zur Wasserversorgung hat markant zugenommen.

In der Westbank einschliesslich Ostjerusalem hat die israelische Armee 2011 bereits mehr als 1000 PalästinenserInnen vertrieben und mehr als 500 Häuser, Wohnungen und Installationen zur Wasserversorgung zerstört. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Verdoppelung. Einher geht dieser Trend mit einer Verstärkung des - völkerrechtlich illegalen - israelischen  Siedlungsbaus und einer markanten Zunahme gewalttätiger Angriffe von SiedlerInnen auf PalästinenserInnen.  Zudem sind auch Beduinen im Umland von Jerusalem von der Vertreibung bedroht.

Nahostquartett muss endlich Klartext sprechen

Die NGO-Koalition mit Amnesty fordert das Nahostquartett auf, die völkerrechtlich illegalen Aktionen der israelischen Behörden nicht länger taten- und kommentarlos hinzunehmen: Ein dauerhafter Friede setzt voraus, dass das internationale Recht von allen Konfliktparteien respektiert wird.

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