Feuerwehrmänner löschen nach einem Luftangriff in Gaza-Stadt ein brennendes Auto, 8. Juli 2014. © M. ABED/AFP/Getty Images
Feuerwehrmänner löschen nach einem Luftangriff in Gaza-Stadt ein brennendes Auto, 8. Juli 2014. © M. ABED/AFP/Getty Images

Israel/Gaza Uno muss Waffenembargo verhängen und Untersuchung durchführen

14. Juli 2014
Amnesty International fordert eine durch die Uno mandatierte internationale Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen, welche alle Seiten im Israel/Gaza-Konflikt begangenen haben. Die Luftangriffe der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen dauern genauso an wie der wahllose Raketenbeschuss Israels durch bewaffnete palästinensische Gruppen.

«Eine Untersuchung ist der erste Schritt, um sicherzustellen, dass die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen oder andere Vergehen zur Verantwortung gezogen werden können», sagt Philip Luther, Leiter des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty International. «Die internationale Gemeinschaft darf frühere Fehler nicht wiederholen. Es kann nicht sein, dass sie nur zuschaut und die verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten hinnimmt.»

Amnesty International fordert die Uno ausserdem auf, sofort ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel, die Hamas und bewaffnete palästinensische Gruppen zu verhängen.

Ziel des Embargos muss sein, weitere schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte durch die Konfliktparteien zu verhindern. Bis ein solches Embargo zustande kommt, müssen die Staaten die Lieferung von militärischer Ausrüstung, Beratung und von Munition an die Konfliktparteien sofort unterbrechen.

 

Mehr Informationen

Ausführliche Medienmitteilung lesen (auf Englisch): www.amnesty.org

Artikel auf www.amnesty.ch: Beide Seiten müssen Zivilbevölkerung schützen