PalestinenserInnen inspizieren die Überreste eines Gebäudes in Gaza, welches durch einen Israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt am 26. August 2014 zerstört wurde. AFP / Getty Images
PalestinenserInnen inspizieren die Überreste eines Gebäudes in Gaza, welches durch einen Israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt am 26. August 2014 zerstört wurde. AFP / Getty Images

Israel / Gaza Uno-Bericht bestätigt Untersuchungen von Amnesty

23. Juni 2015
Die vom Uno-Menschenrechtsrat mandatierte Untersuchungskommission wirft in Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza/Israel vor einem Jahr sowohl den israelischen Streitkräften als auch bewaffneten palästinensischen Gruppen Kriegsverbrechen vor. Die Untersuchungsergebnisse decken sich mit den Berichten von Amnesty.

Die vom Uno-Menschenrechtsrat mandatierte Untersuchungskommission (Commission of Inquiry, CoI) hat ihren Schlussbericht über den jüngsten Gazakrieg veröffentlicht. Der Bericht liefert eine Vielzahl von Belegen, dass beide Konfliktparteien das humanitäre Völkerrecht missachteten und Kriegsverbrechen begingen.

Wichtiger Schritt für Gerechtigkeit

Amnesty International begrüsst den Bericht als wichtigen Schritt auf dem Weg zu Gerechtigkeit für die Opfer sowie als Bestätigung der eigenen umfassenden Untersuchungen über israelische Angriffe auf bewohnte Häuser und wichtige öffentliche Gebäude sowie palästinensische Raketenangriffe und die Kampagne der Hamas gegen Kritiker

Konfliktparteien müssen kooperieren

Israel hat bisher jegliche Zusammenarbeit mit der Untersuchungskommission verweigert. Amnesty ruft sowohl die israelische Regierung als auch die palästinensische Seite auf, umfassend mit der Kommission sowie mit dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) zusammenzuarbeiten. Dieser hat nach dem Beitritt Palästinas zum Römer Statut eine Voruntersuchung eingeleitet. 

Zur internationalen Medienmitteilung (engl.)