Festgehaltene Schweizer in Libyen Amnesty International fordert die sofortige Freilassung von Max Göldi

Amnesty International ist überzeugt, dass Max Göldi nicht ins Gefängnis gehört und lanciert eine dringliche Aktion an die libyschen Behörden, um seine sofortige Freilassung zu verlangen. Im Fall von Rachid Hamdani hat die Menschenrechtsorganisation keinen Hinweis über seine Ausreise aus Libyen erhalten und fordert, dass er das Land ohne Verzögerung verlassen kann, zumal er bereits am 4. Februar frei gesprochen wurde.

Max Göldi © Privat

Amnesty International spricht sich grundsätzlich gegen Gefängnisstrafen bei Verstössen gegen Einreisebestimmungen aus. Die Menschenrechtsorganisation hatte bereits in einer Medienmitteilung am 15. Dezember 2009 die libyschen Behörden aufgefordert, das erstinstanzliche Urteil zu kassieren.

«Max Göldi darf nicht ins Gefängnis, trotz seiner Verurteilung zu vier Monaten Haft», erklärte Daniel Graf, Mediensprecher von Amnesty International. Darüber hinaus ist Amnesty International der Ansicht, dass das erstinstanzliche Verfahren nicht fair verlaufen ist und die Anklage politisch motiviert war. «Deshalb rufen wir die Schweizer Bevölkerung auf, den dringlichen Appell zur Freilassung von Max Göldi auf unserer Website zu unterzeichnen», erklärte Daniel Graf.

Die Menschenrechtsorganisation ruft den libyschen Justizminister auf, alles in seiner Macht Stehende zu unternehmen, damit Max Göldi sofort frei gelassen wird, seinen Pass zurück erhält und die Erlaubnis bekommt, Libyen zu verlassen und in die Schweiz zurück zu kehren.

Medienmitteilung veröffentlicht: 22. Februar 2010
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