Briefe gegen das Vergessen: Dr. Ahmad ’Abbas Ahmad Muhammad Sieben Jahre ohne Urteil in Haft

Dr. Ahmad ‘Abbas Ahmad Muhammad, ein ägyptischer Apotheker, ist einer der vielen Ausländer, die im saudi-arabischen Riad verhaftet wurden, nachdem dort bei Selbstmordattentaten am 12. Mai 2003 ...

Dr. Muhammad © Privat

Dr. Ahmad ‘Abbas Ahmad Muhammad, ein ägyptischer Apotheker, ist einer der vielen Ausländer, die im saudi-arabischen Riad verhaftet wurden, nachdem dort bei Selbstmordattentaten am 12. Mai 2003 insgesamt 35 Menschen starben. Er war zwei Monate zuvor nach Riad gezogen, um dort eine Stelle in einer Apotheke anzunehmen.

Nach seiner Verhaftung blieb Ahmad Muhammad etwa drei Jahre lang jeglicher Zugang zur Aussenwelt verwehrt. Erst dann durfte er seine Familie anrufen, die bis zu diesem Zeitpunkt nichts über seinen Verbleib gewusst hatte. Sie erfuhr dabei, dass man ihn nach seiner Festnahme zu den Bombenanschlägen, religiösen Gruppierungen und Al Qaida befragt, aber keine Anklage gegen ihn erhoben hatte. Der Anwalt der Familie hat keinen Kontakt zu Ahmad Muhammad, geht aber davon aus, dass er kürzlich von einem Gefängnis in der Stadt Abha in das al-Ha’ir-Gefängnis in Riad verlegt worden ist.

Der Anwalt von Ahmad Muhammad stellte beim Verwaltungsgericht (Majlis al-Dawla) in Kairo einen Antrag, durch den er eine aktive Rolle der ägyptischen Regierung bei der Verteidigung seines Mandanten und dessen Rechte erreichen wollte. Das Gericht sollte darüber ursprünglich am 28. September 2008 entscheiden, vertagte die Verhandlung seitdem aber mehrfach.


Forderungen der abgeschlossenen Aktion

 

Majestät

Dr. Ahmad ‘Abbas Ahmad Muhammad, ein ägyptischer Apotheker, ist einer der vielen Ausländer, die im saudi-arabischen Riad verhaftet wurden, nachdem dort bei Selbstmordattentaten am 12. Mai 2003 insgesamt 35 Menschen starben. Er war zwei Monate zuvor nach Riad gezogen, um dort eine Stelle in einer Apotheke anzunehmen.

Nach seiner Verhaftung blieb Ahmad Muhammad etwa drei Jahre lang jeglicher Zugang zur Aussenwelt verwehrt. Erst dann durfte er seine Familie anrufen, die bis zu diesem Zeitpunkt nichts über seinen Verbleib gewusst hatte. Sie erfuhr dabei, dass man ihn nach seiner Festnahme zu den Bombenanschlägen, religiösen Gruppierungen und Al Qaida befragt, aber keine Anklage gegen ihn erhoben hatte. Der Anwalt der Familie hat keinen Kontakt zu Ahmad Muhammad, geht aber davon aus, dass er kürzlich von einem Gefängnis in der Stadt Abha in das al-Ha’ir-Gefängnis in Riad verlegt worden ist.

Ich fordere Sie auf, Majestät, dass Dr. Ahmad ‘Abbas Ahmad Muhammad unverzüglich freigelassen wird, ein faires Verfahren oder die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung der Rechtmässigkeit seiner Haft erhält. Ich ersuche Sie sicherzustellen, dass er weder gefoltert noch anderweitig misshandelt wird und sofortigen und regelmässigen Kontakt zu seinem Anwalt und seiner Familie sowie Zugang zu medizinischer Versorgung erhält.

Hochachtungsvoll

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen vom April  2010|  Zurück zur Übersicht April 2010 | Word-Dokument herunterladen | E-Mail Alert für «Briefe» abonnieren

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