Saudi-Arabien Jede Kritik im Keim erstickt

10. Oktober 2014
Friedliche MenschenrechtsaktivistInnen werden in Saudi-Arabien systematisch eingekerkert und regelmässig misshandelt. Die Unterdrückung der Meinungsfreiheit hat sich seit 2011 weiter verschärft.

ACPRA-Mitglieder Eingesperrte Mitglieder der Bürgerrechts-Vereinigung ACPRA. © ZVG

Im neuen Kurzbericht «Saudi Arabia’s ACPRA: How the Kingdom silences its human rights activists» dokumentiert Amnesty International am Beispiel von elf Mitgliedern der saudischen Vereinigung für zivile und politische Rechte (Saudi Civil and Political Rights Association - ACPRA) die Muster der Repression: Inzwischen sind sämtliche Gründungsmitglieder dieser unabhängigen Menschenrechtsorganisation eingesperrt, einige von ihnen ohne Anklage oder Prozess, andere sind unter Vorwürfen wie «Ungehorsam gegen den König» zu Haftstrafen bis zu 15 Jahren verurteilt worden.

Die saudischen Behörden verfolgen damit offensichtlich das Ziel, die ACPRA vollständig zum Schweigen zu bringen. Insbesondere seit den Protesten im Zuge des «Arabischen Frühlings» 2011 versucht das saudische Regime u.a. mit einer exzessiven «Anti-Terror»-Gesetzgebung, jegliche Kritik zu kriminalisieren und damit im Keime zu ersticken.

Amnesty International lanciert eine weltweite Online-Petition und fordert vom saudischen König die Freilassung der inhaftierten MenschenrechtsaktivistInnen und die Gewährleistung des Rechts auf freie Meinungsäusserung.

Zur internationalen Medienmitteilung (englisch)