Briefaktion Anas al-Shogre Junger Mann seit Monaten ohne Kontakt zur Aussenwelt und ohne Anklage in Haft

Der 23-jährige Anas al-Shogre (auch al-Shogri) befindet sich seit dem 14. Mai 2011 ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft. Sein Gesundheitszustand soll kritisch sein. Amnesty International befürchtet, ...

Anas al-Shogre Anas al-Shogre © Privat

Der 23-jährige Anas al-Shogre (auch al-Shogri) befindet sich seit dem 14. Mai 2011 ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft. Sein Gesundheitszustand soll kritisch sein. Amnesty International befürchtet, dass er in der Haft gefoltert wird.

Anas al-Shogre hatte am 18. März 2011 dazu aufgerufen, in der syrischen Stadt Banias gegen die Regierung auf die Strasse zu gehen. Er hielt an diesem Tag nach dem Gebet in einer Moschee eine Rede, in der er sagte: «Wenn ihr eure Freiheit einfordern wollt, schliesst euch uns an. Wenn nicht, geht nach Hause. Ich werde für Freiheit demonstrieren, auch wenn ich der einzige bin.» Dieser Aufruf markierte den Beginn der Demonstrationen in Banias.

Die syrischen Behörden begründen die Inhaftierung von Anas al-Shogre damit, dass er ein «Terrorist» und «der Anführer einer bewaffneten Gruppierung» sei. Seine Familie sowie ortsansässige Menschenrechtsverteidiger gehen jedoch davon aus, dass er festgenommen wurde, weil er friedliche Proteste anführte und in Medien wie etwa dem arabischsprachigen Dienst der BBC über Menschenrechtsverletzungen in Banias berichtete.

Ehemalige Mitgefangene von Anas al-Shogre sagten seiner Familie, dass er zunächst in einer Einrichtung des Militärsicherheitsdienstes in der Stadt Tartus festgehalten worden sei und dann nach Damaskus in eine Hafteinrichtung der Staatssicherheit überstellt wurde, die dem Innenministerium untersteht. Einer seiner Mitgefangenen in Tartus teilte der Familie ausserdem mit, dass Anas al-Shogre in Haft geschrien haben soll: «Ich will nicht mehr leben, lasst mich sterben». Laut einer glaubwürdigen Quelle geht es Anas al-Shogre gesundheitlich schlecht, und er hat erheblich an Gewicht verloren. Weitere Informationen liegen bisher nicht vor, und die syrischen Behörden weigern sich, den Aufenthaltsort oder die genauen Gründe für seine Festnahme preiszugeben.


Forderungen der abgeschlossenen Aktion

 

Der 23-jährige Anas al-Shogre (auch al-Shogri) befindet sich seit dem 14. Mai 2011 ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft. Sein Gesundheitszustand soll kritisch sein. Amnesty International befürchtet, dass er in der Haft gefoltert wird.

Anas al-Shogre hatte am 18. März 2011 dazu aufgerufen, in Banias gegen die Regierung auf die Strasse zu gehen. Er hielt an diesem Tag nach dem Gebet in einer Moschee eine Rede, in der er sagte: «Wenn ihr eure Freiheit einfordern wollt, schliesst euch uns an. Wenn nicht, geht nach Hause. Ich werde für Freiheit demonstrieren, auch wenn ich der einzige bin.» Dieser Aufruf markierte den Beginn der Demonstrationen in Banias.

Die syrischen Behörden begründen die Inhaftierung von Anas al-Shogre damit, dass er ein «Terrorist» und «der Anführer einer bewaffneten Gruppierung» sei. Seine Familie sowie ortsansässige Menschenrechtsverteidiger gehen jedoch davon aus, dass er festgenommen wurde, weil er friedliche Proteste anführte und in Medien wie etwa dem arabischsprachigen Dienst der BBC über Menschenrechtsverletzungen in Banias berichtete.

Ehemalige Mitgefangene von Anas al-Shogre sagten seiner Familie, dass er zunächst in einer Einrichtung des Militärsicherheitsdienstes in Tartus festgehalten worden sei und dann nach Damaskus in eine Hafteinrichtung der Staatssicherheit überstellt wurde, die dem Innenministerium untersteht. Einer seiner Mitgefangenen in Tartus teilte der Familie ausserdem mit, dass Anas al-Shogre in Haft geschrien haben soll: «Ich will nicht mehr leben, lasst mich sterben». Laut einer glaubwürdigen Quelle geht es Anas al-Shogre gesundheitlich schlecht, und er hat erheblich an Gewicht verloren. Weitere Informationen liegen bisher nicht vor, und die syrischen Behörden weigern sich, den Aufenthaltsort oder die genauen Gründe für seine Festnahme preiszugeben.

Ich fordere die sofortige und bedingungslose Freilassung von Anas al-Shogre, ansonsten soll er für eine international als Straftat anerkannte Handlung angeklagt und in einem den internationalen Standards entsprechenden Verfahren vor Gericht gestellt werden.

Hochachtungsvoll,

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen von Mai 2012 | Zurück zur Übersicht Mai 2012 | Word-Version herunterladen | E-Mail Alert für «Briefe» abonnieren