Menschen bei einer friedlichen Protestkundgebung in Baniyas, Syrien, am 6. Mai 2011. © Syria-Frames-Of-Freedom
Menschen bei einer friedlichen Protestkundgebung in Baniyas, Syrien, am 6. Mai 2011. © Syria-Frames-Of-Freedom

Syrien / Russland Wie viele Menschen müssen noch sterben?

1. Februar 2012
Der Uno-Sicherheitsrat verhandelt über eine neue Resolution zu Syrien. Amnesty macht weltweit Druck auf die russische Regierung , damit sie eine deutliche Verurteilung des Assad-Regimes nicht blockiert.

Tausende sind bei der Niederschlagung der Proteste in Syrien bisher getötet worden. Viele mehr wurden verhaftet, gefoltert oder sind in geheimer Haft verschwunden. Trotz dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit konnte sich der Uno-Sicherheitsrat bisher nicht auf eine griffige Resolution gegen Syrien einigen.

Amnesty International fordert vom Uno-Sicherheitsrat seit langem, endlich entschieden zu handeln und eine Resolution zu Syrien mit den folgenden Kernpunkten zu verabschieden:

  • Eindeutige Verurteilung der Gewalt des syrischen Regimes;
  • Vollständiges Waffenembargo gegen Syrien;
  • Blockierung aller Vermögenswerte des Assad-Regimes;
  • Auftrag an den internationalen Strafgerichtshof, die Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen.

Auf Initiative der Arabischen Liga diskutieren die Mitglieder des Sicherheitsrates zurzeit eine neue Resolution zu Syrien. Doch wie bereits bei früheren Initiativen droht Russland die Resolution mit einem Veto zu Fall zu bringen.

Amnesty International macht deshalb weltweit Druck auf die russische Regierung, damit sie ihren Widerstand gegen eine Verurteilung des Assad-Regimes aufgibt. Wie viele Menschen müssen in Syrien noch sterben, bis Präsident Medwedew die Resolution des Uno-Sicherheitsrats unterstützt?

Beteiligen Sie sich an der Online-Aktion (Aktion  abgeschlossen).