Rakka 2018.  © Amnesty International
Rakka 2018. © Amnesty International

Syrien, Rakka US-Koalition akzeptiert Untersuchungen von Amnesty

30. Juli 2018
Die von den USA geführte Koalition hat endlich ein Stück Verantwortung für die zerstörerischen Bombardierungen in Rakka übernommen: Die «Combined Joint Task Force» bestätigt in einem Communiqué vom 26. Juli die von Amnesty International publizierten Untersuchungen über die zahlreichen zivilen Opfer.

«Nach Wochen von Dementis und Relativierungen hat die US-geführte Koalition endlich die Verantwortung für den Tod von rund hundert Zivilpersonen in Rakka übernommen», kommentiert Donatella Rovera, die Krisenbeauftragte von Amnesty International, die jüngste Mitteilung der «Combined Joint Task Force».  Es ist dies ein erster Schritt hin zu Gerechtigkeit für die Opfer in Rakka. Die BewohnerInnen der Stadt hatten zunächst Jahre brutaler Unterdrückung durch den sogenannten Islamischen Staat zu erleiden, bevor die ununterbrochene Bombardierungen der Koalition die Stadt in Ruinen legte. Amnesty dokumentierte die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung im Bericht «‘War of annihilation‘: Devastating Toll on Civilians, Raqqa – Syria» (pdf englisch, 70 Seiten).

Die Koalition muss aber mehr tun: Amnesty fordert weiterhin die Übernahme der vollen Verantwortung für alle zivilen Opfer, Investitionen in den Wiederaufbau der zerstörten Stadt und Entschädigung und Unterstützung für die Zivilbevölkerung - nur so lässt sich ein Wiedererstarken des sogenannten Islamischen Staates verhindern. 

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