«Unheard No More: Women Shaping Syria’s Future» «Unheard No More: Women Shaping Syria’s Future»
«Unheard No More: Women Shaping Syria’s Future»: Portrait von 12 syrischen AktivistInnen © Amnesty International

Internationaler Tag der Frauenrechte Frauen müssen Syriens Zukunft aktiv mitgestalten können

8. März 2019
Aus Anlass des internationalen Tags der Frauenrechte am 8. März 2019 lanciert Amnesty eine Kampagne und einen Kurzfilm mit dem Ziel, syrische Frauen und Frauenorganisation im Hinblick auf die Gestaltung der Zukunft des Landes zu unterstützen.

Mit der Kampagne «Unheard No More: Syrian women shaping Syria’s future» will Amnesty International einerseits illustrieren, wie Frauen seit Beginn der Niederschlagung der Demokratiebewegung in Syrien seitens der Regimekräfte und auch oppositioneller Gruppen Opfer verschiedenster, massiver Menschenrechtsverletzungen wie willkürliche Inhaftierung, Verschwindenlassen und sexuelle Gewalt geworden sind. 

Andererseits bietet die Kampagne die Möglichkeit, aktiven syrischen Frauen Solidaritätsbotschaften zuzusenden und Ihre Forderung nach gleichberechtigter Vertretung im politischen Prozess zu unterstützen.

«Syrische Frauen haben in den letzten acht Jahren unermessliches Leid erfahren. Sie haben trotz allem nicht aufgegeben, und viele von ihnen wurden zu Heldinnen des Alltags. Sie sind politische Aktivistinnen und bringen Missbräuche der Mächtigen ans Licht. Viele von ihnen sind allein für ihre Familien auf und riskieren ihr Leben, wenn sie beispielsweise Aufklärung über das Schicksal von Verhafteten und Verschwundenen fordern», sagt Samah Hadid, Amnesty Internationals Kampagnendirektorin für den Nahen Osten. «Ihre gleichberechtigte Vertretung in den politischen Prozessen um die Zukunft Syriens wäre fundamental wichtig, und die internationale Gemeinschaft, namentlich Iran, die Türkei und Russland, müssen dies sicherstellen und Druck auf die syrischen Konfliktparteien ausüben, sexuelle Gewalt und Diskriminierung zu beenden.»

Für den Kurzfilm als Kern der Kampagne hat Amnesty International 12 Aktivistinnen interviewt, welche Syrien aufgrund von Krieg und Unterdrückung verlassen mussten. Sie erzählen von ihren Erfahrungen von Missbrauch und Haft und über Ächtung und Todesdrohungen auch nach ihrer Freilassung sowie beim Versuch, etwas über das Schicksal ihrer verschwundenen Angehörigen zu erfahren.  Sie äussern ihre Befürchtungen, dass sie bei den Gesprächen über die Zukunft Syriens aussen vor bleiben und fordern im Interesse von Menschenrechten und Demokratie eine gleichberechtigte Vertretung.  

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