Magdalena Garcia Duran

Magdalena Garcia Duran gehört der indigenen Gemeinschaft der Mazahua an. Das Mitglied des indigenen Nationalkongresses von Mexiko wurde auf dem Weg zu einer Protestaktion im Mai 2006 von mexikanischen

Magdalena Garcia Duran gehört der indigenen Gemeinschaft der Mazahua an. Das Mitglied des indigenen Nationalkongresses von Mexiko wurde auf dem Weg zu einer Protestaktion im Mai 2006 von mexikanischen Sicherheitskräften gewaltsam festgenommen und befindet sich seither in Haft.

Aufgrund einer angedrohten Räumung des Blumenmarktes von San Salvador Atenco, ein südlich von Mexiko-Stadt gelegener Ort, kam es am 3. und 4. Mai 2006 zu einer Protestaktion der BlumenhändlerInnen. Die Kundgebung wurde von der Polizei äusserst gewaltsam niedergeschlagen. 211 Demonstrierende, darunter 47 Frauen, wurden verhaftet. Auf der stundenlangen Fahrt zum Gefängnis wurden sie geschlagen, gedemütigt und bedroht, und es kam zu gravierenden sexuellen Übergriffen auf mindestens 23 der verhafteten Frauen. Mindestens sechs von ihnen wurden vergewaltigt. Amnesty International bezeichnet die durch die Frauen erlittenen Demütigungen als Folter.

Unter den Inhaftierten befindet sich auch Magdalena Garcia Duran, die sich auf dem Weg zu der Protestaktion befand. Obwohl sie kaum spanisch spricht, wurde ihr eine Übersetzung in ihre Muttersprache Nahuatl verweigert. Berichten zufolge wurde sie auf der Fahrt ins Gefängnis schwer misshandelt und bedroht. Sie musste offizielle Erklärungen vor dem Staatsanwalt und erneut während der Anhörung im Gericht unterschreiben – obwohl sie aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse wenig verstand und ihr kein Übersetzer zur Seite gestellt wurde. Ihre Anklage lautet: «gemeinschaftliche Entführung» sowie «Strassenblockade».

Die Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Mazahua, sowie einige andere der aufgrund dieser Protestaktion verhafteten Frauen, warten immer noch im Gefängnis von Santiaguito auf ihre Gerichtsverhandlung.

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