China, Bu Dongwei Wegen dem Besitz von Falun-Gong-Literatur zu zweieinhalb Jahren «Umerziehungslager» verurteilt

Bu Dongwei war in Peking für die US-Hilfsorganisation «Asia Foundation» tätig, als er am 19. Mai 2006 von sieben Polizeibeamten in seiner Wohnung festgenommen wurde. Bu Dongwei wurde zur Last gelegt,

Bu Dongwei war in Peking für die US-Hilfsorganisation «Asia Foundation» tätig, als er am 19. Mai 2006 von sieben Polizeibeamten in seiner Wohnung festgenommen wurde. Bu Dongwei wurde zur Last gelegt, «Widerstand gegen die Durchsetzung nationaler Gesetze» geleistet und «die soziale Ordnung gestört» zu haben. Als Beweismittel wurden sein mündliches Geständnis gegenüber der Polizei sowie 80 Falun-Gong-Bücher angeführt, welche die Polizei in seiner Wohnung entdeckt haben soll. Seine Haftstrafe dauert bis zum 18. November 2008

Haftort von Bu Dongwei ist unbekannt

Bu Dongweis Familie bestreitet die von den Behörden vorgebrachten Beweise. Ihrer Angabe zufolge hätten die Polizisten bei der Festnahme höchstens acht Falun-Gong-Bücher gefunden und konfisziert. Trotz wiederholten Anfragen haben die Behörden den Familienangehörigen den Haftort von Bu Dongwei bislang nicht mitgeteilt. Laut inoffiziellen und bislang nicht bestätigten Quellen soll er zunächst in das Qinghe-Untersuchungsgefängnis im Bezirk Haidian gebracht und am 21. August 2006 in das «Umerziehungslager» Tuanhe in Peking verlegt worden sein.

Bereits zum zweiten Mal in Haft

Bu Dongwei hatte bereits vom August 2000 bis im Mai 2001 zehn Monate «Umerziehung durch Arbeit» in Tuanhe verbracht wegen «Behinderung der Durchsetzung des Rechts mit Hilfe einer ketzerischen Organisation». Dies, weil er in einer Eingabe die Behörden dazu aufgefordert hatte, das Verbot der Falun Gong zu überdenken. Während der Haftzeit war er Angaben zufolge misshandelt und gefoltert worden. So soll man ihn gezwungen haben, einen ganzen Tag lang auf einem kleinen Stuhl zu sitzen. Ausserdem habe man ihn durch Schläge und Schlafentzug dazu bewegen wollen, der Glaubenslehre von Falun Gong abzuschwören.