Paul Ndokayi , Demokratische Republik Kongo Armee-Oberst willkürlich verhaftet und schwer gefoltert

Dies weil er dieselbe ethnischen Herkunft hat wie Jean-Pierre Bemba, der wichtigste politische Gegenspieler von Präsident Joseph Kabila. Beim Verhör wurde Paul Ndokayi angeschuldigt, ein «Bruder Bemba

Dies weil er dieselbe ethnischen Herkunft hat wie Jean-Pierre Bemba, der wichtigste politische Gegenspieler von Präsident Joseph Kabila. Beim Verhör wurde Paul Ndokayi angeschuldigt, ein «Bruder Bembas» zu sein. Dabei wurde er auf brutalste Weise ununterbrochen während fünf Stunden mit Seilen, Ketten und Messern gefoltert, bis er mehrere Male das Bewusstsein verlor. Man trat ihm in den Kopf, rammten ihm ein Messer in den Fuss und brach ihm mehrmals die Hände.

Seit den erlittenen Folterqualen ist der Gesundheitszustand von Paul Ndokayi schwer angeschlagen. Laut Berichten blutet er regelmässig aus den Ohren und kann Arme und Beine kaum mehr bewegen.

Die Anklage gegen ihn lautet auf «Terrorismus». Er befindet sich nunmehr seit 10 Monaten in Haft. Oberst Paul Ndokayi bekam bisher keine Gelegenheit, seine Inhaftierung legal vor einem Gericht zu beanstanden und eine Anzeige gegen seine Peiniger einzuleiten. Zudem wurde ihm bisher jegliche medizinische Behandlung verwehrt.