Justine Masika Bihama - DR Kongo Sexuelle Gewalt als Mittel der Einschüchterung

Justine Masika Bihamba ist Koordinatorin der Organisation «Synergie contre les violences sexuelles» in Goma, Ostkongo, die gegen die weit verbreiteten sexuellen Übergriffe durch Angehörige der kongole

Justine Masika Bihamba ist Koordinatorin der Organisation «Synergie contre les violences sexuelles» in Goma, Ostkongo, die gegen die weit verbreiteten sexuellen Übergriffe durch Angehörige der kongolesischen Armee und verschiedener Milizen kämpft.

Am 18. September 2007 befanden sich ihre sechs Kinder alleine zu Hause, als Soldaten in ihre Wohnung eindrangen und nach Dokumenten durchsuchten. Dabei vergingen sie sich massiv an den Kindern von Justine Masika und bedrohten sie mit Messern und Gewehren. Einer Tochter traten sie dabei ins Gesicht, die andere versuchten sie zu vergewaltigen.

Täter auf freiem Fuss

Als Justine Masika nach Hause zurückkehrte, flohen die Soldaten. Justine Masika konnte zwar die Täter identifizieren, die Militärpolizei weigerte sich jedoch, sie zu verhaften. Auch eine formelle Klage führte bisher zu keinen ernsthaften Ermittlungen. Dagegen wurden Justine Masika und ihre Kinder wiederholt von den Tätern – die sich weiterhin frei in Goma bewegen – bedroht.

Die Straflosigkeit der Täter ist eine der Hauptursachen dafür, weshalb sexuelle Übergriffe durch Militärangehörige im Osten der Demokratischen Republik Kongo derart weit verbreitet sind und auch als Mittel zur Einschüchterung von MenschenrechtsverteidigerInnen eingesetzt werden.

Schreiben Sie deshalb an den kongolesischen Präsidenten Kabila und fordern Sie ihn auf, umgehend für die Einleitung eines umfassenden und unabhängigen Untersuchung sowie für den Schutz von MenschenrechtsverteiderInnen wie Justine Masika zu sorgen.