Sergei Gurgurov - Moldawien Lebenslang behindert wegen schwerer Folter

Sie traktierten ihn mit Schlägen auf die Wirbelsäule, folterten ihn mit Elektroschocks und erstickten ihn beinahe mit Gasmasken. Beim Gerichtstermin am 3. November 2005 war er nicht mehr im Stande, se

Sie traktierten ihn mit Schlägen auf die Wirbelsäule, folterten ihn mit Elektroschocks und erstickten ihn beinahe mit Gasmasken. Beim Gerichtstermin am 3. November 2005 war er nicht mehr im Stande, selber zu gehen.

Auch heute kann er als Folge der Folterungen nicht mehr ohne Krücken gehen, spricht nur mehr sehr langsam, hat das Gehör auf einem Ohr vollständig verloren und leidet an schweren Depressionen. Zwar ordnete der Richter am 4. November seine unverzügliche Freilassung an. Die Polizei brachte Sergei Gurgurov aufgrund eines fadenscheinigen Vorwands zurück ins Gefängnis im offensichtlichen Bemühen, ihn an Aussagen über die erlittene Folter zu hindern und die Folterspuren im Gefängnisspital zu verschleiern. Erst am 9. Dezember 2005 gelang es seinem Anwalt, die Freilassung zu erwirken.

Täter bislang straffrei

Die Klagen gegen die verantwortlichen Polizeibeamten blieben bislang ohne Ergebnis; sie befinden sich weiterhin im Dienst. Am 4. August 2008 erklärte der Generalstaatsanwalt, dass keine Untersuchung eröffnet würde, da Sergei Gurgurov nicht gefoltert worden sei und seine Beschwerden simuliere.

Die weitgehende Straflosigkeit der verantwortlichen Beamten ist ein Hauptgrund dafür, dass Folter und Misshandlung in Polizeigewahrsam in Moldawien, dem ärmsten Land Europas, nach wie vor allgegenwärtig sind.

Fordern Sie den Generalstaatsanwalt auf, endlich eine umfassende Untersuchung der Foltervorwürfe einzuleiten.