Briefmarathon 2010 Tausende von Briefen für Menschen in Gefahr verschickt

Während des Briefmarathons 2010 wurden allein aus der Schweiz über 30'000 Briefe verschickt. Weltweit sind mehrere Hunderttausend Unterschriften zusammengekommen.

Schreibatelier in Bern anlässlich des internationalen Tags der Menschenrechte. © Susanne Keller

«Ihr Brief kann Leben retten»: Mit diesem Satz sprachen AktivistInnen von Amnesty International in der Briefmarathon-Woche Tausende von PassantInnen an. Rund um den 10. Dezember, den internationalen Tag der Menschenrechte, richteten Amnesty-Gruppen aus der ganzen Schweiz fast 100 Schreibateliers ein und sammelten so Briefe gegen Menschenrechtsverletzungen in China, Myanmar, Mexiko, Rumänien und Tunesien.

Sehen Sie sich die Videos aus Bern, Freiburg und Solothurn an.

Im Fokus des diesjährigen Briefmarathons stand der Fall von Mao Hengfeng. Die chinesische Gewissensgefangene verbüsst derzeit eine Haftstrafe in einem Umerziehungslager, weil sie sich für den diesjährigen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo eingesetzt hatte. Auf einer speziellen Aktionswebseite konnte man sich für Mao Hengfeng einsetzen und ihr via Twitter eine persönliche Solidaritätsbotschaft senden. Über 3000 Unterschriften und Nachrichten sind so zusammengekommen. An der Aktion teilgenommen hat auch der Schweizer Musiker und Sänger Bligg.

MenschenrechtsverteidigerInnen zu Besuch in der Schweiz

Während der Briefmarathon-Woche besuchten José Goyes aus Kolumbien und Mouhieddine Cherbib aus Tunesien die Schweiz. Die beiden Menschenrechtsverteidiger hielten zahlreiche Vorträge an Schulen und Universitäten und führten dem Publikum jeweils vor Augen, wie viel Mut und Kraft es braucht, sich in diesen Ländern für die Menschenrechte zu engagieren.

Interview mit Mouhieddine Cherbib (auf Französisch)