Briefmarathon Erfolge Marathon 2010

Jedes Jahr im Dezember nehmen Hunderttausende am Briefmarathon teil und greifen zu Bleistift oder Kugelschreiber, um bedrohte MenschenrechtlerInnen zu unterstützen. Letztes Jahr haben SympathisantInnen und Mitglieder von Amnesty in rund 50 Ländern über 630'000 Briefe an die Regierungen und Solidaritätskarten an die Betroffenen verschickt. Ein grosser Erfolg.
Femi Peters, GambiaFemi Peters in Freiheit und wieder zu Hause

Femi Peters, ein führender Vertreter der Opposition in Gambia, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Seiner Ansicht nach hat der Briefmarathon die internationale Öffentlichkeit auf seinen Fall und die Menschenrechtsverletzungen in Gambia aufmerksam gemacht. Sein Sohn sagte gegenüber Amnesty International: «Zu Weihnachen wünschte ich mir einen Computer. Stattdessen habe ich meinen Vater zurück bekommen – das schönste Weihnachtsgeschenk meines Lebens!»

 

 

 

 

Zelimkhan Murdalow, TschetschenienDie Familie von Zelimkhan Murdalow fühlt sich von der ganzen Welt unterstützt

Zelimkhan Murdalow ist 2001 in Tschetschenien verschwunden, nachdem er verhaftet worden ist. Seine Schwester sagt: «Wir sind sehr glücklich darüber, dass Amnesty International diese Kampagne für meinen Bruder gemacht hat. Wir haben alle erdenklichen Behörden um Hilfe ersucht – ohne Ergebnis. Aber die Behörden können nicht für immer schweigen, einmal müssen sie reagieren».

 

 

 

Norma Cruz, GuatemalaDie Medien sprechen über die Drohungen gegen Norma Cruz

Dank dem Briefmarathon haben die guatemaltekischen Medien über die Drohungen gegen die Frauenrechtlerin und Gründerin der Organisation «Sobrevivientes» berichtet. Im Juli 2011 hat eine Person erklärt, für die Drohungen verantwortlich zu sein. Der Mann wurde zu einer Busse verurteilt. Norma Cruz dankt jeder/-m Einzelnen, der/die eine Karte oder einen Brief geschrieben hat!

 

 

 

 

Alejandro Solalinde Guerra, MexikoPfarrer Alejandro Solalinde Guerra kann freier arbeiten

Alejandro Solalinde ist ein Menschenrechtsver-teidiger, der sich für Migrantinnen und Migranten in Mexiko einsetzt. Dank der Unterstützung und der Aufmerksamkeit, die er durch den Briefmarathon erhalten hat, wird er heute in seinem Engagement weniger unter Druck gesetzt und kann effizienter arbeiten. Aus Dank für die überwältigende Unterstützung hat er aus den zahllosen Solidaritätskarten im von ihm geführten Zentrum für MigrantInnen ein riesiges Transparent gefertigt.

 

 

 

Khady Bassène, SenegalKhady Bassène ist «tief gerührt» über die erhaltene Unterstützung

Khady Bassène versucht seit Jahren herauszufinden, was mit ihrem Ehemann Jean Diandy geschehen ist, nachdem er 1999 verhaftet worden war. Denjenigen, die für sie geschrieben haben, lässt sie die folgende Mitteilung zukommen: «Ich danke Euch für die Unterstützung, die Ihr  geleistet habt. Ich bin wirklich tief gerührt, dass Menschen weit weg von Senegal sich mit meiner Situation beschäftigt haben.» Es sei ermutigend zu wissen, dass viele Leute auch an die Regierung geschrieben hätten.

 

 

 

Su Su Nway, Myanmar
Myanmar: Gefangene auch dank des Drucks von NGOs freigelassen

Während des Briefmarathons 2010 haben wir uns auch für Su Su Nway, die aufgrund eines regierungskritischen Transparents verhaftet worden war, eingesetzt. Zusammen mit anderen Gewissensgefangenen – darunter dem Komiker Zarganar – wurde sie im Oktober 2011 im Rahmen einer Amnestie aus der Haft entlassen. Weltweiter Druck durch NGOs, an dem Amnesty massgeblich beteiligt war, war einer der Gründe für die Freilassungen.

 

 

 

Saber Ragoubi, TunesienSaber Ragoubi im Rahmen einer Amnestie aus der Haft entlassen

Im Rahmen einer Generalamnestie nach dem Sturz des Regimes Ben-Ali in Tunesien ist Saber Ragoubi im März 2011 aus dem Gefängnis entlassen worden. Sein Vater hat sich bei Amnesty International gemeldet, um sich für die Briefe an die tunesische Regierung und die Solidaritätskarten ins Gefängnis zu bedanken.