Briefmarathon 2016 Für diese Menschen hat sich der Briefmarathon 2016 eingesetzt

09. Januar 2017
Der Briefmarathon von Amnesty International ist die weltweit grösste Brief-Aktion für die Menschenrechte. Jedes Jahr fordern Millionen Menschen in aller Welt Regierungen auf, Gewissensgefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. In der Schweiz schrieben auch 2016 wieder Tausende für Menschen, deren Rechte verletzt worden sind.

Der Briefmarathon 2016 fand wie alle Jahre rund um den Tag der Menschenrechte vom 10. Dezember statt. In der Schweiz wurden tausende Briefe für folgende fünf Fälle verschickt:

Annie Alfred: Als Albino-Kind in Lebensgefahr

Annies Leben ist bedroht ist durch Leute, die sie jagen und töten wollen, um Teile ihres Körpers zu verkaufen. Warum? Weil Annie als Albino geboren ist. Einige Leute glauben, dass die Körper von Albinos über magische Kräfte verfügen. Sie wollen ihr Haar oder ihre Knochen rauben und verkaufen. Mehr über Annie Alfred

Shawkan: Als Fotograf seit drei Jahren in Haft

Als Fotojournalist beobachtete Mahmoud Abu Zeid (bekannt als Shawkan) am 14. August 2013 eine grosse Protestversammlung in Kairo, als die Sicherheitskräfte gewaltsam eingriffen. Dabei wurden mehr als 700 Menschen getötet. Als die Polizei entdeckte, dass Shawkan Journalist ist, hat sie ihn festgenommen. Unter konstruierten Anklagen ist er nun seit mehr als 3 Jahren in Haft. Die notwendige medizinische Versorgung wird ihm verweigert. Mehr über Shawkan

Eren Eskin: Verfolgt, weil sie ihre Meinung sagt

Eren Keskin setzt sich seit vielen Jahren für die Menschenrechte in der Türkei und die Rechte der kurdischen Minderheit ein. Bis heute musste sie deshalb über 100 Mal vor Gericht erscheinen. Zurzeit wird wegen «Beleidigung des türkischen Staates» und «Verbreitung terroristischer Propaganda» gegen sie ermittelt. Dafür könnte sie für Jahrzehnte hinter Gittern verschwinden. Mehr zu Eren Eskin

Peace River Valley – Kanada

Ein riesiges Staudammprojekt bedroht das angestammte Land indigener Gemeinden im kanadischen Peace River Valley. Die Indigenen wehren sich gegen das Projekt, da der Staudamm ihre Lebensgrundlage zerstören würde. Weitere Informationen in Englisch

Edward Snowden: Als Verräter verfolgt

Der US-amerikanische Präsident Barack Obama soll sich auf die richtige Seite der Geschichte stellen und den Whistleblower Edward Snowden begnadigen. Dies fordern Amnesty International und zahlreiche weitere Organisationen sowie Prominente in den USA. Edward Snowden drohen Jahrzehnte im Gefängnis, weil er die Menschenrechte verteidigt hat.
Mehr zur Edward Snowden und der Petition an Präsident Obama