Jani Silva, Kolumbien © Nubia Acosta
Jani Silva, Kolumbien © Nubia Acosta

Kolumbien / Jani Silva Morddrohungen, weil sie das Amazonasgebiet verteidigt

26. Oktober 2020
Jani Silva verteidigt die Umwelt und die Rechte der Menschen im kolumbianischen Amazonasgebiet. Denn ein Unternehmen fördert Erdöl in ihrer Region, die für ihre Biodiversität bekannt ist, und Öllecks vergiften die Wasserquellen der lokalen Bevölkerung. Das Engagement von Jani Silva hat drastische Folgen: Sie wird verfolgt, von Unbekannten eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht.

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Jani Silva wurde im Herzen des kolumbianischen Amazonasgebiets geboren und hat ihr Leben dem Schutz der Bäume und des Landes gewidmet – der Lebensgrundlage der Bevölkerung. Seit sie 16 Jahre alt ist, setzt sie sich für die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen von Putumayo ein, einer Region im Süden des Landes, die für ihre einmalige Biodiversität bekannt ist.

Jani ist Mitbegründerin der 2008 gegründeten Organisation «Asociación de Desarrollo Integral Sostenible de La Perla Amazónica» (ADISPA). Ihr Ziel ist es, die Umwelt und die Rechte der Menschen zu schützen, die in «La Perla Amazónica» leben, einem kleinbäuerlichen Reservat in Putumayo.

Durch ihre Arbeit geriet Jani in Konflikt mit dem Erdölunternehmen Ecopetrol, das 2006 die Erlaubnis erhielt, in Gebieten tätig zu sein, die sich mit dem Reservat überschneiden. 2009 wurde die Lizenz an das Erdölunternehmen Amerisur übertragen. Seither gab es mindestens zwei Öllecks, die Wasserquellen vergifteten, von denen die örtliche Bevölkerung abhängig ist.

Ihr Engagement hat erschreckende Auswirkungen für Jani. Sie wird verfolgt, von Unbekannten eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschlimmert, weil die Aktivisten und Aktivistinnen zu Hause bleiben müssen und weniger geschützt sind.

Doch Jani will nicht aufgeben: «Weil ich mein Land verteidige, haben diese Leute ein Gewehr auf meinen Kopf gerichtet, um mich zu töten», sagt sie. «Aber ich bleibe. Denn wir können nicht weglaufen oder zulassen, dass die Angst uns besiegt.»

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