China / Zhang Zhan Haft für unabhängige Berichterstattung über Corona-Pandemie

November 2021
Zhang Zhans Leben ist in Gefahr. Als im Februar 2020 das Corona-Virus in Wuhan wütet, war Zhang als eine der wenigen unabhängigen Berichterstatter*innen vor Ort. Für ihre Arbeit ist sie zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

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«Wir sollten die Wahrheit herausfinden – um jeden Preis», so Zhang Zhan. So reist sie im Februar 2020 nach Wuhan, weil sie unbedingt in Erfahrung bringen möchte, was dort wirklich passiert. Auf Social Media-Plattformen berichtet sie über die Inhaftierung unabhängiger Reporter*innen und darüber, wie Staatsbedienstete Familienangehörige von Corona-Patient*innen schikanieren.


Im Mai 2020 verschwindet Zhang Zhan in Wuhan. Die chinesischen Behörden bestätigen später, sie sei in Shanghai in Haft. Nachdem sie im Juni 2020 aus Protest gegen ihre Inhaftierung in den Hungerstreik getreten ist, soll sie von Beamt*innen zwangsernährt worden sein. Sie muss Fussfesseln tragen, auch ihre Hände sind mehr als drei Monate pausenlos gefesselt.

Zhang Zhan ist Anfang August wegen starker Mangelernährung für elf Tage in ein Krankenhaus eingeliefert worden, befindet sich jetzt aber trotz sehr schlechtem Gesundheitszustand wieder im Gefängnis. Die Behörden verweigern ihr Familienbesuche und den Zugang zu einer Rechtsvertretung ihrer Wahl. So bleibt sie dem Risiko weiterer Folter und anderer Misshandlung ausgesetzt.

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