© Duncan Tucker / Amnesty International
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URGENT ACTION Briefaktion: Mexiko Journalist in Gefahr

UA 017/24 I Mitmachen bis 21. Juni 2024 I (UA aktiv seit: 28.02.2024) I AI-Index: AMR 41/7702/2024
Der mexikanische Journalist Alberto Amaro hat in den letzten fünf Jahren mehrere sehr schwere Angriffe gegen ihn angezeigt, die auf seine Arbeit zurückzuführen sind. Im Januar 2024 wurde er von einer unbekannten Person in einem Fahrzeug verfolgt. Die Person versuchte, einen Zusammenstoss mit dem Wagen von Alberto Amaro herbeizuführen. Dennoch wurden seine Angaben vonseiten des mexikanischen Schutzmechanismus für Menschenrechtsverteidiger*innen und Journalist*innen infrage gestellt, und es wurde sogar versucht, ihm die Schutzmassnahmen zu entziehen.

Für mehr Hintergrundinformationen bitte die Überschrift anklicken:

Die Sicherheit des Journalisten Alberto Amaro Jordán ist in Gefahr. Auf den Leiter des mexikanischen Medienunternehmens La Prensa de Tlaxcala gab es wegen seiner Arbeit schon mehrere schwere Angriffe. So wurde er in seinem Auto am 9. Januar gegen 8:45 Uhr von einer unbekannten Person in einem Fahrzeug mit mexikanischem Kennzeichen überholt. Nach Informationen, die auf der Nachrichtenwebsite La Prensa de Tlaxcala veröffentlicht wurden, versuchte die Person, einen Zusammenstoss mit dem Wagen von Alberto Amaro herbeizuführen. Alberto Amaro wird im Rahmen des mexikanischen Schutzmechanismus für Menschenrechtsverteidiger*innen und Journalist*innen von jeweils von zwei Leibwächter*innen geschützt. Zwar gelang es dem Leibwächter am Steuer seines Wagens, einen Zusammenstoss zu verhindern, doch scherte die unbekannte Person mit ihrem Wagen vor ihnen ein, um ihnen den Weg abzuschneiden. Es gelang dem Fahrer von Alberto Amaro jedoch schliesslich, dem anderen Fahrzeug zu entkommen.

Trotz dieser Angriffe und der Tatsache, dass Mexiko weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Journalist*innen gehört, hat Alberto Amaro bereits häufiger Mängel bei einigen der Schutzmassnahmen gemeldet, die ihm im Rahmen des mexikanischen Schutzmechanismus gewährt werden. Ende Februar war seitens des Mechanismus noch keine umfassende Reaktion auf seine Kritik an den Schutzmassnahmen erfolgt.

Alberto Amaro Jordán ist ein 35-jähriger Journalist aus der Stadt Atexcatzingo im mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala im Osten von Mexico City. Seit 2019 wurde Alberto Amaro von Polizeibeamt*innen geschlagen, bedroht und festgenommen und von mutmasslichen Angehörigen eines Drogenkartells eingeschüchtert. Neben anderen Angriffen wurde versucht, in sein Haus einzubrechen, und es wurden Schüsse darauf abgefeuert. Polizeibeamt*innen und andere, unbekannte, Personen haben ihn, seine Frau und seinen Sohn fotografiert, seine Website wurde gehackt und sein Ruf in Facebook-Posts, in denen er als Krimineller bezeichnet wurde, beschmutzt. Trotz alledem wurde im August 2023 vonseiten des Schutzmechanismus beschlossen, dass er sich nach vier Jahren Schutz durch das Programm nicht mehr länger in Gefahr befände und man seine insgesamt vier Leibwächter*innen abziehen würde. Alberto Amaro hat den Abzug seiner Leibwächter*innen in einer einstweiligen Verfügung abwehren können, ist sich aber nicht sicher, ob der Mechanismus ihm auch in Zukunft einen Schutz zur Verfügung stellen wird. Er wirft Vertreter*innen des Schutzmechanismus vor, die Gefahren, denen er und seine Familie aufgrund seiner Arbeit ausgesetzt sind, zu ignorieren.

Einer umfassenden Dokumentation zufolge, die seit 1992 vom Komitee für den Schutz von Journalist*innen (CPJ) durchgeführt wird, ist Mexiko das gefährlichste Land für Journalist*innen in der westlichen Hemisphäre. Nach CPJ-Recherchen wurden seit Anfang dieses Jahrhunderts mindestens 153 Journalist*innen und andere Medienschaffende getötet, und bei mindestens 64 dieser Todesfälle wurde ein direkter Zusammenhang mit der Arbeit der Getöteten festgestellt. Straflosigkeit ist bei Verbrechen gegen die Presse die Norm; laut dem jährlichen Straflosigkeitsindex des CPJ gehört Mexiko durchgängig zu den zehn Ländern mit der höchsten Zahl an unaufgeklärten Journalistenmorden.

Werden Sie aktiv:

Schreiben Sie einen Appellbrief in Ihren eigenen Worten oder verwenden Sie unseren Briefvorschlag. Die Modellbriefe zum kopieren finden Sie nachfolgend. Unter AKTUELLE DOKUMENTE finden Sie zudem druckfertige Briefe.
(Siehe weiter unten)

Werden Sie auch auf SOCIAL MEDIA aktiv. (Infos siehe im entsprechenden Aufklappfeld)

Bitte schreiben Sie vor dem 21. Juni (= Frist verlängert) 2024.
Schreiben Sie in Spanisch oder in Ihrer eigenen Sprache.
 

Sehr geehrte Frau Ministerin

Ich schreibe Ihnen aus Sorgen um den Journalisten Alberto Amaro. Er hat in den letzten fünf Jahren mehrere sehr schwere Angriffe gegen ihn angezeigt, die auf seine Arbeit zurückzuführen sind. Im Januar 2024 wurde er von einer unbekannten Person in einem Fahrzeug verfolgt. Die Person versuchte, einen Zusammenstoss mit dem Wagen von Alberto Amaro herbeizuführen. Dennoch wurden seine Angaben vonseiten des mexikanischen Schutzmechanismus für Menschenrechtsverteidiger*innen und Journalist*innen infrage gestellt, und es wurde sogar versucht, ihm die Schutzmassnahmen zu entziehen

Ich fordere Sie auf, die Sicherheitslage von Alberto Amaro Jordán in Absprache mit ihm unverzüglich neu zu bewerten, zu gewährleisten, dass die bestehenden Schutzmassnahmen nicht aufgehoben werden, und alle zusätzlichen Massnahmen zu ergreifen, die angesichts des Risikos, dem er ausgesetzt ist, erforderlich sind, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Bitte sorgen Sie ausserdem dafür, dass die Behörden alle Angriffe auf ihn untersuchen.

Hochachtungsvoll,

Dear Minister,

I’m writing to express my deep concern about the security situation of journalist Alberto Amaro Jordán, director of the Mexican media outlet La Prensa de Tlaxcala. Due to his work, Alberto has been victim of several very serious attacks. For example, in an incident occurred on 9 January, around 8:45 a.m., when an unknown person in a car with license plates from the State of Mexico overtook Alberto's vehicle and attempted to collide with the journalist's vehicle, according to information published by La Prensa de Tlaxcala. Alberto Amaro is a beneficiary of the federal Mechanism for the Protection of Human Rights Defenders and Journalists and has two federal bodyguards. The guard who was driving managed to avoid hitting the other vehicle, but the aggressor pulled in front of them and tried to block their path. Alberto’s driver eventually managed to evade the other vehicle and escape.

Despite these attacks and taking into consideration that Mexico is one of the world’s most dangerous countries for journalists, Alberto Amaro has reported numerous failures in some of the protective measures granted to him by the federal Protection Mechanism. As of the end of February, the Mechanism has not fully addressed his concerns about his protection scheme.

I therefore urge you to immediately reassess Alberto Amaro’s security situation, in consultation with him, guarantee that his existing protective measures are not withdrawn and grant any additional measures that are needed to guarantee his safety, given the level of risk he faces, as well as ensuring that authorities investigate any attacks against him.

Yours sincerely,

Señora Secretaria:

Me dirijo a usted para expresarle mi honda preocupación por la seguridad del periodista Alberto Amaro Jordán, director del medio informativo mexicano La Prensa de Tlaxcala. A causa de su trabajo, Alberto ha sido víctima de varios ataques muy graves. Por ejemplo, en un incidente ocurrido el 9 de enero hacia las 8:45 de la mañana, un desconocido en un automóvil con placas de matrícula del estado de México adelantó al vehículo de Alberto y trató de colisionar con él, según la información publicada por La Prensa de Tlaxcala. Alberto Amaro es beneficiario del Mecanismo de Protección para Personas Defensoras de Derechos Humanos y Periodistas, de carácter federal, y cuenta con dos escoltas federales. El escolta que conducía el vehículo consiguió evitar la colisión con el otro automóvil, pero el agresor se les puso delante y trató de cortarles el paso. El chófer de Alberto finalmente consiguió eludir al otro vehículo y escapar.

Pese a estos ataques, y teniendo en cuenta que México es uno de los países más peligrosos del mundo para los periodistas, Alberto Amaro ha informado de numerosos fallos en algunas de las medidas de protección que le asignó el Mecanismo de Protección federal. A finales de febrero, el Mecanismo aún no ha abordado plenamente las preocupaciones de Alberto sobre su programa de protección.

Por tanto, la insto a reevaluar de inmediato la situación de inseguridad de Alberto Amaro, en consulta con el propio afectado, a garantizar que no se retiran las medidas de protección que le han sido asignadas y a proporcionarle cualquier medida adicional que se necesite para garantizar su seguridad, dado el nivel de riesgo al que se enfrenta; la insto también a asegurarse de que las autoridades investigan cualquier ataque contra este periodista.

Atentamente,

English:
I am very concerned about the dangerous situation Mexican journalist Alberto Amaro is facing. @SEGOB_mx @LuisaAlcalde must guarantee that the Protection Mechanism ensures Alberto’s safety to carry out his work free from violence.

Español:
Me preocupa mucho la peligrosa situación que enfrenta el periodista mexicano Alberto Amaro. @SEGOB_mx @LuisaAlcalde debe garantizar que el Mecanismo de Protección brinde la seguridad a Alberto para realizar su trabajo libre de violencia.

APPELLE AN

Innenministerin:
Minister Luisa María Alcalde Luján
Ministry of Interior (SEGOB)
Carretera Bucareli 99
Colonia Juárez, Cuauhtemoc
C.P. 06600, Mexico City
Mexico

Email: [email protected]
Twitter/X: @Segob_mx / @LuisaAlcalde

 

Additional targets:

1) Tobyanne Ledesma, Head of the mechanism for the protection
of human rights defenders and journalists
[email protected]

2) Alejandro Gertz Manero
[email protected]

3) Ricardo Sánchez Pérez del Pozo
[email protected]


KOPIE AN

Botschaft von Mexiko
Weltpoststrasse 20
3015 Bern

Fax: 031 357 47 48
E-Mail: [email protected]

Twitter/X: /EmbaMexSui
FB: /EmbMexSui

 



AkTuelle Dokumente

DRUCKFERTIGE MODELLBRIEFE
Gewünschte Version anklicken

MODELLBRIEF DEUTSCH 017/24 (Word)
MODEL LETTER ENGLISH 017/24 (Word)
MODELO DE CARTA ESPAÑOL 017/24 (Word)


DIESE URGENT ACTION – KOMPLETT ALS WORD-DOKUMENT

Seite 1 Hintergrundinformationen, Seite 2 Modellbrief
UA 017/24 – DEUTSCH
UA 017/24 – ENGLISH


English version (click on title to open):

Mexican journalist Alberto Amaro has denounced several very serious attacks in the last five years due to his work. In January 2024, he was chased by an unknown person in a vehicle who attempted to crash into Alberto’s vehicle. Despite this, officials from Mexico’s Mechanism for the Protection of Human Rights Defenders and Journalists have questioned his claims and even attempted to withdraw Amaro’s protective measures. We urge the Ministry of the Interior to grant protective measures to Alberto that adequately respond to the level of risk he is facing.

Alberto Amaro Jordán is a 35-year-old journalist from the town of Atexcatzingo, in the state of Tlaxcala, east of Mexico City. Since 2019, Amaro has been beaten, threatened and arrested by police officers, intimidated by alleged members of a drug cartel, suffered an attempted break-in, and had shots fired at his house, among other attacks. Police officers and other unidentified individuals have photographed him, and his wife and son, and aggressors have hacked his website and smeared his reputation in Facebook posts accusing him of being a criminal. Despite all this, in August 2023 the Mechanism determined that he was no longer in danger after four years enrolled in the Mechanism and told him it would be withdrawing his four bodyguards. Amaro won an injunction to suspend the removal of his bodyguards but is uncertain if the Mechanism will continue providing protection in the future. He has accused Mechanism officials of ignoring the dangers he and his family continue to face due to his work.

Mexico is the Western Hemisphere’s most dangerous country for journalists, according to extensive documentation by CPJ since 1992. Since the turn of the century, at least 153 journalists and other media workers have been killed, according to CPJ research; at least 64 of those killings were found to be directly related to their work. Impunity is the norm in crimes against the press; according to CPJ’s yearly Global Impunity Index, Mexico consistently ranks among the ten countries with the highest number of journalist murders that remain unsolved.


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