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URGENT ACTION Briefaktion: Ecuador Klimaaktivistinnen benötigen dringend Schutz!

UA 018/24-1 I Mitmachen bis 31. Juli 2024 I (UA-Update vom: 06.05.2024) I AI-Index: AMR 28/8024/2024
Die 14-jährige Klimaaktivistin Leonela Moncayo und ihre Familie wird eingeschüchtert. Vor zwei Monaten explodierte ein improvisierter Sprengsatz vor ihrem Haus. Die Behörden haben den Vorfall bisher nicht wirksam untersucht und machen ihren Schutz davon abhängig, dass Leonela Moncayo und ihre Mitstreiterinnen ihren Aktivismus einstellen.

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Amnesty International fordert die ecuadorianischen Behörden auf, die Angriffe wirksam zu untersuchen und Leonela Moncayo, ihre Mitstreiterinnen und ihre Familien ohne Einschränkungen zu schützen.

Für mehr Hintergrundinformationen bitte die Überschrift anklicken:

Die 14-jährige Klimaaktivistin Leonela Moncayo kämpft gemeinsam mit acht jungen Klimaaktivistinnen gegen das Abfackeln von Erdgas im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Obwohl sie offensichtlich eingeschüchtert werden soll und bereits ein Sprengsatz vor ihrem Haus explodierte, stellen ihr die ecuadorianischen Behörden keine Schutzmass-nahmen zur Verfügung.  Leonela Moncayo ist die Tochter der Menschenrechtsverteidiger*innen Silvia Zambrano und Donald Moncayo von der Organisation Unión de Afectados por Texaco (UDAPT), die strategische Rechtsstreits führt. Am 26. Februar explodierte ein improvisierter Sprengsatz im Hof des Hauses von Leonela Moncayo und ihrer Mutter. Fünf Tage zuvor hatte die Ministerin für Energie und Bergbau, Andrea Arrobo, in der Nationalversammlung Bezug auf ihr Engagement gegen das routinemässige Abfackeln von Erdgas genommen und erklärt, Leonela Moncayo und ihre acht Mitstreiterinnen seien «manipuliert worden».

Zwei Monate nach diesen Vorfällen haben die örtlichen Behörden im Zuge der Ermittlungen Leonela Moncayo und ihrer Familie mitgeteilt, dass sie die Mädchen nur schützen könnten, wenn sie ihren Aktivismus einstellten. Die ecuadorianischen Behörden sind jedoch dazu verpflichtet, Menschenrechtsverteidiger*innen und Klimaaktivist*innen zu schützen, damit sie ihre Arbeit zum Schutz der Menschenrechte und des Klimas in einem sicheren Umfeld ausüben können. Sie müssen ihnen wirksame und angemessene Schutzmassnahmen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Tätigkeit ungehindert ausüben können. Handlungen, die ihre Arbeit einschränken oder behindern könnten, sind unzulässig.

Leonela Moncayo ist die Tochter der Menschenrechtsverteidiger*innen Silvia Lorena Ordoñez Zambrano und Donald Moncayo von der Organisation Unión de Afectados por Texaco (UDAPT), die strategische Rechtsstreits führt. Sie gehört zu der Gruppe von Mädchen aus dem Amazonasgebiet, die zusammen mit der UDAPT ein historisches Urteil gegen das routinemässige Abfackeln von Gas in den Provinzen Sucumbíos und Orellana in Ecuador erreicht hat. Das routinemässige Abfackeln von Gas ist ein Prozess bei der Erdölförderung, der in sehr hohem Masse zur Klima-krise beiträgt, da dabei Methan freigesetzt wird. Methan ist ein Treibhausgas, das noch schädlicher ist als CO2. Es wird davon ausgegangen, dass Methan für ein Drittel der Nettoerderwärmung seit der industriellen Revolution verantwortlich ist. Das routinemässige Abfackeln von Gas wird auch mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Anwohner*innen in Verbindung gebracht, da dabei eine Vielzahl von schädlichen Gasen und Substanzen freigesetzt wird.

Am 29. Juli 2021 stellte der Gerichtshof der Provinz Sucumbíos fest, dass der ecuadorianische Staat das Recht auf eine gesunde Umwelt und das Recht auf Gesundheit der Kläger*innen missachtet und seinen Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels nicht nachgekommen ist. Das Gericht stellte fest, dass der Staat die Gasfackeln, insbesondere in der Nähe von bewohnten Gebieten, schrittweise beseitigen und den betroffenen Gemeinden Entschädigungen zahlen muss. Seit Inkrafttreten des Urteils wurden bislang nur die öffentlichen Entschuldigungen, die Vorlage einer «Ersatzverordnung für die Umweltverordnung für Kohlenwasserstoffbetriebe» und zwei vom Ministerium für Energie und Bergbau erstellte technische Berichte über das regelmässige Abfackeln von Gas umgesetzt. Es wurden weder Umweltsanierungsmassnahmen eingeleitet, noch wurde das Recht auf Gesundheit oder andere Rechte wiederhergestellt.

Am 21. Februar 2024 nahmen vier der neun klagenden Mädchen, darunter Leonela Moncayo, an einer Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für biologische Vielfalt teil, die das Ziel hatte, die Einhaltung des Urteils durch die zuständigen Behörden zu überprüfen. Die Ministerin für Energie und Bergbau, Andrea Arrobo, erklärte in ihrem Beitrag, dass die Regierung «zwei Fackeln beseitigt» habe und somit «dem Urteil bereits nachgekommen» sei. Sie sagte: «Es ist eine Sache, auf die Beseitigung von Gasfackeln zu bestehen, und eine andere, Panik zu verbreiten», wobei sie die Dimension des Problems unterschätzte. Die Ministerin unterstellte den Mädchen auch, sie seien «manipuliert» worden – eine Stigmatisierung, die die ecuadorianischen Behörden bereits gegen andere Menschenrechtsverteidiger*innen eingesetzt haben.

Die vier klagenden Mädchen, darunter Leonela Moncayo, nahmen das Mikrofon und widersprachen den Aussagen der Ministerin, dass dem Urteil nachgekommen worden sei. Laut Angaben des Büros der Ombudsperson gäbe es nicht mehr 447, sondern inzwischen 486 Gasfackeln. Ausserdem sagte eine der Klägerinnen zu den Politiker*innen: «Wie können Sie behaupten, dass wir manipuliert werden? Wir kämpfen für unsere Rechte». Schliesslich sagte Leone-la Moncayo der Ministerin und den Parlamentarier*innen, dass das, was die Mädchen und ihre Gemeinden in dieser Sitzung von ihnen erhielten, «ein Almosen, ein Hohn» sei.

Die Organisation UDAPT, Leonela Moncayo und ihre Eltern sind der Ansicht, dass die Einschüchterung vom 26. Februar eine Vergeltungsmassnahme für den Protest von Leonela Moncayo und den anderen Mädchen im parlamentarischen Ausschuss und generell für ihren Einsatz für die Umsetzung des Urteils durch die Behörden war.
Amnesty International wurde darüber informiert, dass die Ermittlungen zu dem Angriff auf Leonela Moncayo und ihre Familie bei der örtlichen Staatsanwaltschaft liegen. Im Zuge der Ermittlungen haben die Behörden den neun Mädchen und ihren Familien Schutz angeboten – allerdings unter der Bedingung, dass diese ihren Aktivismus einstellten. Dies verstösst gegen die internationalen Menschenrechtsverpflichtungen Ecuadors. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission ist der Auffassung, dass Staaten eine besondere Pflicht haben, Menschenrechtsverteidiger*innen zu schützen. Sie müssen ihnen wirksame und angemessene Schutzmassnahmen gewähren, damit sie ihre Tätigkeit frei ausüben können, wobei Massnahmen zu vermeiden sind, die ihre Arbeit einschränken oder behindern, da ihre Arbeit einen positiven und ergänzenden Beitrag zu den Bemühungen des Staates darstellt.
In der Erklärung über Menschenrechtsverteidiger*innen wird klargestellt, dass die Staaten in erster Linie dafür verantwortlich sind, «alle Menschenrechte und Grundfreiheiten zu schützen, zu fördern und umzusetzen». Dies bedeutet zwangsläufig, dass die zuständigen Behörden jede Einzelperson und je-den Zusammenschluss von Personen vor Gewalt, Drohungen, Vergeltungsmassnahmen, faktischer oder rechtlicher Diskriminierung, Druck oder anderen willkürlichen Massnahmen als Folge der rechtmässigen Ausübung von Rechten schützen müssen, wenn es um die Verteidigung der Menschenrechte geht. Staaten sind dazu verpflichtet, ein sicheres Umfeld für Menschenrechtsverteidiger*innen zu schaffen, sodass sie ihre Arbeit ohne Furcht vor Repressalien verrichten können. Auch das Abkommen von Escazú – ein regionales Umweltabkommen in Lateinamerika, das spezifische Vorschriften für Menschenrechtsverteidiger*innen in Umweltfragen enthält – geht in eine ähnliche Richtung.
Amnesty International hat dokumentiert, dass der ecuadorianische Staat in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen keine strafrechtlichen Ermittlungen eingeleitet hat. Auch angemessene und wirksame Massnahmen zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen – insbesondere von Frauen aus dem Amazonasgebiet – blieben aus. Es ist an der Zeit, dass Ecuador Menschenrechtsverteidiger*innen, insbesondere Land- und Umweltaktivist*innen, schützt und ihnen ein sicheres und förderliches Umfeld für die Ausübung ihrer Arbeit garantiert.

Werden Sie aktiv:

Schreiben Sie einen Appellbrief in Ihren eigenen Worten oder verwenden Sie unseren Briefvorschlag. Die Modellbriefe zum kopieren finden Sie nachfolgend. Unter AKTUELLE DOKUMENTE finden Sie zudem druckfertige Briefe.
(Siehe weiter unten)

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Bitte schreiben Sie vor dem 31. Juli 2024.
Schreiben Sie in Spanisch oder in Ihrer eigenen Sprache.
 

Sehr geehrte Frau Generalstaatsanwältin

Die 14-jährige Klimaaktivistin Leonela Moncayo kämpft gemeinsam mit acht jungen Klimaaktivistinnen gegen das Abfackeln von Erdgas im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Obwohl sie offensichtlich eingeschüchtert werden soll und bereits ein Sprengsatz vor ihrem Haus explodierte, stellen ihr die ecuadorianischen Behörden keine Schutzmassnahmen zur Verfügung. Leonela Moncayo ist die Tochter der Menschenrechtsverteidiger*innen Silvia Zambrano und Donald Moncayo von der Organisation Unión de Afectados por Texaco (UDAPT), die strategische Rechtsstreits führt. Am 26. Februar explodierte ein improvisierter Sprengsatz im Hof des Hauses von Leonela Moncayo und ihrer Mutter. Fünf Tage zuvor hatte die Ministerin für Energie und Bergbau, Andrea Arrobo, in der Nationalversammlung Bezug auf ihr Engagement gegen das routinemässige Abfackeln von Erdgas genommen und erklärt, Leonela Moncayo und ihre acht Mitstreiterinnen seien «manipuliert worden».

Zwei Monate nach diesen Vorfällen haben die örtlichen Behörden im Zuge der Ermittlungen Leonela Moncayo und ihrer Familie mitgeteilt, dass sie die Mädchen nur schützen könnten, wenn sie ihren Aktivismus einstellten. Die ecuadorianischen Behörden sind jedoch dazu verpflichtet, Menschenrechtsverteidiger*innen und Klimaaktivist*innen zu schützen, damit sie ihre Arbeit zum Schutz der Menschenrechte und des Klimas in einem sicheren Umfeld ausüben können. Sie müssen ihnen wirksame und angemessene Schutzmassnahmen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Tätigkeit ungehindert ausüben können. Handlungen, die ihre Arbeit einschränken oder behindern könnten, sind unzulässig.

Ich fordere Sie auf, die bedrohlichen Vorfälle, die gegen Leonela Moncayo und ihre Familie gerichtet zu sein scheinen, wirksam, unabhängig und unparteiisch und ohne weitere Verzögerung zu untersuchen. Bitte gewähren Sie ihr, den acht anderen Klimaaktivistinnen und ihren Familien bedingungslosen Schutz. Diese Gruppe von Mädchen und ihre Familien sind führend im Kampf gegen den Klimawandel.

Hochachtungsvoll,
 

Ms. General Attorney Diana Salazar,

I am deeply concerned by the lack of protection for the 14-year-old climate activist, Leonela Moncayo, and the other 8 children and young climate activists that are fighting against routing gas flaring in the Ecuadorian Amazon, and their families. Leonela is the daughter of two recognized human rights defenders, Donald Moncayo and Silvia Lorena Ordoñez Zambrano, from the strategic litigation organization «Unión de Afectados por Texaco» (UDAPT). On 26 February, Leonela and her mother suffered an explosion from an improvised device in the yard of their house. This happened five days after Leonela and the group of brave climate activists she belongs to were stigmatized by the former Minister of Energy and Mines, Andrea Arrobo, who insinuated they «were manipulated».

Two months after these incidents, local authorities in the process of investigation, have told Leonela and her family that they can protect the girls only if they stop their activism. Ecuadorian authorities have the duty to provide human rights defenders and climate activists protection so that they can carry out their work in defence of human rights and the climate in a safe environment. In this process, it must grant effective and adequate guarantees so that they can freely carry out their activities, avoiding actions that limit or hinder their work.

I urge you to investigate effectively, independently, impartially and without further delay what happened to Leonela and her family, and to provide protection without conditions for Leonela, the eight climate activists and their families. This group of girls and their families are leaders in the fight against climate change.

Yours sincerely,
 

Sra. Fiscal General Diana Salazar:

Me preocupa profundamente la falta de protección a la activista climática de 14 años Leonela Moncayo y las otras 8 niñas y jóvenes activistas por el clima que luchan contra la quema habitual de gas en la Amazonía ecuatoriana, así como a sus familias. Leonela es hija de una pareja de reconocidos defensores de los derechos humanos, Donald Moncayo y Silvia Lorena Ordóñez Zambrano, pertenecientes a la organización de litigio estratégico Unión de Afectados por Texaco (UDAPT). El 26 de febrero, Leonela y su madre sufrieron la explosión de un artefacto improvisado en el patio de su casa. Esto sucedió cinco días después de que Leonela y el grupo de valientes activistas por el clima al que pertenece fueran estigmatizadas por la ex ministra de Energía y Minas, Andrea Arrobo, quien insinuó que estaban siendo manipuladas.

Dos meses después de estos sucesos, las autoridades locales encargadas de la investigación han dicho a Leonela y su familia que sólo pueden proteger a las niñas si éstas abandonan su activismo. Las autoridades ecuatorianas tienen el deber de brindar protección a quienes defienden los derechos humanos y quienes realizan activismo en favor del clima para que puedan llevar a cabo su labor de defensa de los derechos humanos y del clima en un entorno seguro. En este proceso, deben dar garantías efectivas y adecuadas para que estas personas puedan llevar a cabo libremente sus actividades, evitando acciones que limiten u obstaculicen su labor.

La insto a investigar sin más demora y de forma efectiva, independiente e imparcial lo que le sucedió a Leonela y su familia, y a brindar protección sin condiciones a Leonela, a las ocho activistas climáticas y a sus familias. Este grupo de niñas y sus familias lideran la lucha contra el cambio climático.

Atentamente,
 
 

Infos folgen sobald verfügbar ...

APPELLE AN

Generalstaatsanwältin:
Ms. Diana Salazar
General Attorney of Ecuador
Juan León Mera N19-36 y Av. Patria
Edificio Fiscalía General del Estado Quito
Quito
Ecuador

E–Mail: [email protected] UND [email protected] oder mogollonf@fiscalia. gob.ec
Bitte Kopie an: [email protected] UND [email protected]

Twitter/X: @DianaSalazarM2


KOPIE AN

Bitte unbedingt Kopien an:

Wilson Edmundo Molina Candilejo
Lago Agrio (Nueva Loja)
Email: [email protected]
Salutation: Mr. Fiscal Agent

Daniel Roy Gilchrist Noboa Azín
García Moreno N10-43 entre Chile y Espejo, Quito 170401
Quito, Ecuador
Email: [email protected] / [email protected]
Twitter: @DanielNoboaOk
Salutation: Mr. President

-

Botschaft der Republik Ecuador
Kramgasse 54
3011 Bern

E-Mail NEU: [email protected] (ersetzt: [email protected])

Twitter/X: twitter.com/EmbajadaEcuSui
FB: facebook.com/EmbajadaEcuadorSuiza

 



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DIESE URGENT ACTION – KOMPLETT ALS WORD-DOKUMENT

Seite 1 Hintergrundinformationen, Seite 2 Modellbrief
UA 018/24-1 – DEUTSCH
UA 018/24-1 – ENGLISH


English version (click on title to open):

Two months after the 14-year-old climate activist Leonela Moncayo and her family suffered an explosion outside of their home, the authorities have not effectively investigated what happened and are conditioning her protection and that of the other eight girls, and their families, on stopping their activism. We demand Ecuadorian authorities to effectively investigate what happened and protect Leonela, the other eight girls and their families without these conditions.

Leonela Moncayo is a climate activist from the Ecuadorian Amazon. She is the daughter of two recognized human rights defenders, Donald Moncayo and Silvia Lorena Ordoñez Zambrano from the strategic litigation organization «Unión de Afectados por Texaco» (UDAPT). Leonela is part of the group of Amazonian girls that, together with UDAPT, achieved a historic ruling against the operation of routine gas flaring in the provinces of Sucumbíos and Orellana in Ecuador. Routine gas flaring is one of the processes of oil extraction that contributes the most to climate crisis due to the emission of methane, a greenhouse gas (GHG) more powerful than CO2. Methane is thought to be responsible for one-third of the net global warming since the industrial revolution. Routine gas flaring also has been linked with negative health impacts on fenceline communities, since it emits a variety of harmful gases and components.

On 29 July 2021, the Provincial Court of Justice of Sucumbíos established that the Ecuadorian State ignored the right to a healthy environment, disregarded the right to health of the plaintiffs and failed to comply with its obligations to mitigate climate change. The Court established that the State must gradually eliminate the gas flares, especially those near populated areas, and provide reparations for the affected communities. Since the date of execution of the ruling, only the public apologies, the presentation of a «Substitute Regulation of the Environmental Regulation for Hydrocarbon Operations» and two technical reports on routine gas flaring prepared by the Ministry of Energy and Mines have been complied with. No environmental remediation actions have been initiated, nor have the right to health or any other rights been repaired.

On 21 February 2024, four of the nine plaintiff girls, including Leonela Moncayo, attended a session in the Biodiversity Commission of the National Assembly that had the aim of auditing the correspondent authorities the compliance of the ruling. In her intervention, the Minister of Energy and Mines, Andrea Arrobo, said that the government has «eliminated 2 flares» and thus «they have already complied with the ruling». She mentioned that «one thing is to insist on eliminating gas flaring and another one is to cause panic», underestimating the dimension of the problem. Also, the minister Andrea Arrobo insinuated the girls were «manipulated», stigmatizing them like Ecuadorian authorities have done in the past with other environmental defenders.

The four plaintiff girls, including Leonela Moncayo, raised their voice to refute the minister’s declarations. They took the microphone and refuted the declaration of the compliance of the ruling, mentioning that according to Ombudsman's Office, the gas flares have increased from 447 to 486. Also, one of the plaintiffs told the authorities «How are you going to say we are being manipulated, we are fighting for our rights?». Finally, Leonela, with tears in her eyes told the minister and parliamentarians that what girls and communities obtained from them in that session was «a pittance, a mockery». UDAPT, Leonela and her parents think the intimidation they suffered on 26 February was a retaliation against Leonela and the other plaintiff girl’s protest in the National Assembly, and in general their activism to ensure authorities comply with the ruling.

Amnesty International received information that the local prosecution is carrying out the investigation about the attack against Leonela and her family. In this process of investigation, authorities have offered protection of the nine girls and their families with the conditions of not speaking up and stopping their activism. This goes against the international human rights obligations of Ecuador. The Interamerican Commission of Human Rights considers that «States have a particular duty to protect and grant effective and adequate guarantees to human rights defenders so that they can freely carry out their activities, avoiding actions that limit or hinder their work, since the work they carry out constitutes a positive and complementary contribution to the efforts made by the State».

The Declaration on Human Rights Defenders makes it clear that states have the primary responsibility to «protect, promote and implement all human rights and fundamental freedoms». This necessarily implies ensuring «the protection by the competent authorities of everyone, individually and in association with others, against any violence, threats, retaliation, de facto or de jure adverse discrimination, pressure or any other arbitrary action as a consequence of his or her legitimate exercise of the rights» related to the defense of human rights. States have the obligation to ensure that human rights defenders have a safe and enabling environment in which to carry out their work. The same language is used in the Escazú Agreement about the situation of environmental defenders.

Amnesty International has documented how Ecuadorian state has failed in the past to conduct criminal investigations and ensure protection measures to human rights defenders and leaders adequately and effectively, specifically, Amazonian women. It is time for Ecuador to protect human rights defenders, especially land, territory, and environmental defenders, and guarantee them a safe and enabling environment to carry out their work.


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