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URGENT ACTION Briefaktion: China Regisseur nach kritischem Dokumentarfilm inhaftiert

UA 037/24 I Mitmachen bis 30. Juni 2024 I (UA aktiv seit: 26.04.2024) I AI-Index: ASA 17/7984/2024
Chen Pinlin ist der Regisseur des Dokumentarfilms «Urumqi Middle Road» (乌鲁木齐中路), der Szenen aus der landesweiten Bewegung einfängt, bei der die Demonstrierenden ein leeres Blatt Papier hochhielten. Mit dieser Reihe friedlicher Proteste wehrten sie sich gegen den drei Jahre andauernden Lockdown im Rahmen von Chinas Null-Covid-Politik und die Zensur und Überwachung im Land. Chen Pinlin stellte den Film anlässlich des einjährigen Jubiläums der «Proteste der weissen Blätter» ins Internet. Am 5. Januar 2024 wurde er festgenommen. Derzeit wird er im Baoshan-Gefängnis in Shanghai festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, «Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben». Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

04. Juni 2024 / Update: Die Verhandlung vom 7. Juni findet nicht statt. Derzeit ist noch kein neuer Termin bekannt.
28. Mai 2024 / Update: Die Gerichtsverhandlung von Chen Pinlin findet am 7. Juni 2024 statt.
16. Mai 2024 / Update: Chen Pinlin wurde am 3. April 2024 vor das Bezirksgericht Shanghai Baoshan gebracht und von der Staatsanwaltschaft des Bezirks wegen «Anzetteln von Streit» und «Provozieren von Ärger» angeklagt wurde.
 

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Für mehr Hintergrundinformationen bitte die Überschrift anklicken:

In den Jahren 2022 und 2023 drehte und veröffentlichte Chen Pinlin (陈品霖), auch bekannt als Plato, den Dokumentarfilm «Urumqi Middle Road» (乌鲁木齐中路). Dieser Film dokumentiert eine Reihe friedlicher Proteste gegen die über den Zeitraum von drei Jahren immer wieder verhängten Lockdowns im Rahmen der chinesischen Null-COVID-Politik und die strenge Zensur und Überwachung in China.

Am 5. Januar 2024 nahm ihn die Polizei in Shanghai unter dem Vorwurf «Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben» fest. Am 18. Februar wurde sein Fall der Staatsanwaltschaft übergeben. Chen Pinlin befindet sich derzeit in Untersuchungshaft im Baoshan-Gefängnis in Shanghai. In der Untersuchungshaft drohen Chen Pinlin Folter und andere Misshandlungen sowie Verletzungen seiner Rechte auf ein faires Gerichtsverfahren. In den letzten zehn Jahren hat Amnesty International eine Reihe von Fällen in China dokumentiert, in denen Personen, die aufgrund dieser Anschuldigungen inhaftiert wurden, oft wegen ihrer Tätigkeit zum Schutz der Meinungsfreiheit und zur Verteidigung anderer Menschenrechte, Folter und andere Misshandlungen erlitten haben und keinen Zugang zu rechtlichen Mitteln gegen diese Menschenrechtsverletzungen hatten.

Die Familie von Chen Pinlin wird Berichten zufolge von der Polizei schikaniert und eingeschüchtert, was bei inhaftierten Menschenrechtsverteidiger*innen in China ebenfalls üblich ist. Seit den Protesten der «Leeres-Blatt-Papier-Bewegung» wurden mehrere andere daran Beteiligte oder ihre Familien von den chinesischen Behörden schikaniert und verhört. Es ist schwer zu sagen, wie viele Personen bedroht oder festgenommen wurden oder dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sind, weil die Behörden versuchen, Informationen über die Proteste zu kontrollieren und die Grundfreiheiten weiter einzuschränken.

Chen Pinlin ist allein wegen der friedlichen Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäusserung inhaftiert, ein Recht, das in den internationalen Menschenrechtsnormen garantiert wird.

Während der Proteste der «Leeres-Blatt-Papier-Bewegung» drehten Chen Pinlin und seine Freund*innen zahlreiche Videos in der Urumqi Middle Road, dem Schauplatz einer grossen Demonstration in Shanghai. Um den ersten Jahrestag der Proteste im November 2023 herum stellte Chen den Dokumentarfilm fertig und veröffentlichte ihn mit den Titeln «Urumqi Middle Road» und «Not the Foreign Force» (etwa: «Keine ausländische Macht») im Internet.
Ans Ende des Films stellte Chen Pinlin folgenden Text:
Manche Leute sagen, «was bringt es, auf der Strasse zu protestieren? » Letztendlich bleibt es immer gleich, unterdrückt, abgeschirmt und falsch verstanden. Aber wie Churchill sagte, «ist Mut eine der wichtigsten Eigenschaften des Menschen, und mit Mut sind alle anderen menschlichen Eigenschaften automatisch verfügbar». Uns fehlte es an Erfahrung, wir waren feige und wankelmütig, aber heute haben wir den Mut, aufzustehen und unsere Stimme zu erheben. Was wir dieses Mal nicht geschafft haben, können wir beim nächsten Mal besser machen. Wenn ich es noch einmal tun könnte, würde ich mich immer noch dafür entscheiden, dabei zu sein. Denn eine Regierung, die selbst vor einem leeren Blatt Papier Angst hat, kann den Wunsch nach Gerechtigkeit in den Herzen der Menschen nicht zerstören.
Ende November 2023 wurde Chen Pinlin von den chinesischen Behörden festgenommen, weil er «Streit angefangen und Ärger provoziert hat». Am 5. Januar 2024 erging gegen Chen unter demselben Vorwurf ein formeller Haftbefehl; er befindet sich derzeit im Baoshan-Gefängnis. Am 18. Februar wurde sein Fall der Staatsanwaltschaft übergeben.
Dies ist die zweite Festnahme wegen der Weitergabe von Informationen über die «Leere-Blatt-Papier-Bewegung», die Amnesty International dokumentiert hat. Die erste Festnahme war die der uigurischen Universitätsstudentin Kamile Wayit. Weitere Informationen zu ihrem Fall finden Sie hier. Amnesty geht davon aus, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist und dass viele weitere Berichte über Festnahmen, Inhaftierungen oder Verschwindenlassen im Zusammenhang mit den Protesten vom November 2022 glaubwürdig sind. Aufgrund der raschen und harten Reaktion der Behörden ist es jedoch wahrscheinlich unmöglich, die tatsächliche Zahl und das Ausmass der Fälle im Zusammenhang mit der «Leeres-Blatt-Papier-Bewegung» zu ermitteln.
Amnesty dokumentiert Folter und Misshandlung in Haftanstalten in China seit mindestens 2015, mit dem Bericht «No end in sight – Torture and forced confessions in China» (Kein Ende in Sicht – Folter und erzwungene Geständnisse in China) und zuletzt im Länderkapitel China des Amnesty International Report 2023/24

Über die «Weisse-Blätter-Bewegung» bzw. die «A4-Proteste» in China
Am 24. November 2022 brach in einem Wohnhaus in Urumqi ein Feuer aus, bei dem nach Angaben der Regierung mindestens zehn Menschen ums Leben kamen. Viele machten die Corona-Beschränkungen für die Todesfälle verantwortlich, aber die örtlichen Behörden wiesen diesen Vorwurf zurück. Dennoch kam es in Urumqi, der Hauptstadt der Uigurischen Autonomen Provinz Xinjiang, zu Protesten. Am nächsten Morgen erklärte die Regierung, dass der Corona-Ausbruch unter Kontrolle sei und die Abriegelung der Stadt gelockert werde. Dies beendete mehr als 100 Tage eines Lockdowns, in dem die Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt waren.
Am 25. November protestierte ein*e Studierende*r der Medienhochschule in Nanjing mit einem weissen Blatt Papier auf dem Campus, und andere Studierende schlossen sich ihm*ihr an. Die Aktion verbreitete sich mittels Videos in den sozialen Medien rasch im Land. Darauf war der Ausbruch von Protesten an Universitäten und in Städten in ganz China zu sehen, darunter in Peking, Guangzhou, Shanghai und Wuhan.
Friedliche Protestierende gedachten der Opfer des Brandes in Urumqi und forderten die Aufhebung der Lockdown-Massnahmen. Viele forderten auch ein Ende der Zensur und einige forderten den Rück-tritt von Präsident Xi. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen, weil sie sich an diesen friedlichen Protesten beteiligt hatten. Es ist unklar, wie viele von ihnen inhaftiert wurden und ob sich heute, fast 18 Monate später, noch Protestierende in Haft befinden. Im Internet kursierende Videos zeigten, wie die Polizei bei Festnahmen auf Demonstrierende einprügelt.
Die «Leere-Blatt-Papier-Bewegung» zeichnete sich auch durch den transnationalen Charakter der Proteste aus: Im Ausland studierende Chines*innen demonstrierten häufig in Solidarität mit den Studierenden im Land. Anlässlich des einjährigen Jubiläums hat Amnesty International die Geschichten von sechs Teilnehmenden veröffentlicht, die berichten, wie die Protestbewegung ihr Leben verändert hat.

Werden Sie aktiv:

Schreiben Sie einen Appellbrief in Ihren eigenen Worten oder verwenden Sie unseren Briefvorschlag. Die Modellbriefe zum kopieren finden Sie nachfolgend. Unter AKTUELLE DOKUMENTE finden Sie zudem druckfertige Briefe.
(Siehe weiter unten)

Werden Sie auch auf SOCIAL MEDIA aktiv. (Infos siehe im entsprechenden Aufklappfeld)

Bitte schreiben Sie vor dem 30. Juni 2024.
Schreiben Sie in Englisch, Chinesisch oder in Ihrer eigenen Sprache.
 

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt

Mit grosser Sorge habe ich von der Untersuchungshaft und Anklage gegen Chen Pinlin erfahren. Chen Pinlin ist der Regisseur des Dokumentarfilms «Urumqi Middle Road» (乌鲁木齐中路), der Szenen aus der landesweiten Bewegung einfängt, bei der die Demonstrierenden ein leeres Blatt Papier hochhielten. Mit dieser Reihe friedlicher Proteste wehrten sie sich gegen den drei Jahre andauernden Lockdown im Rahmen von Chinas Null-Covid-Politik und die Zensur und Überwachung im Land. Chen Pinlin stellte den Film anlässlich des einjährigen Jubiläums der «Proteste der weissen Blätter» ins Internet. Am 5. Januar 2024 wurde er festgenommen. Derzeit wird er im Baoshan-Gefängnis in Shanghai festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, «Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben». Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

Lassen Sie Chen Pinlin bitte umgehend und bedingungslos frei.
Bitte sorgen Sie dafür, dass er in Haft weder gefoltert noch anderweitig misshandelt wird.
Beenden Sie die Bedrohung, Schikane und Festnahme von Chen Pinlins Familienmitgliedern, anderen Personen, die mit der «Leeres-Blatt-Papier-Bewegung» in Verbindung stehen, und allen, die friedlich ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrnehmen.

Hochachtungsvoll,
 

Dear Chief Procurator Chen,

In 2022-2023, Chen Pinlin (陈品霖), also known as Plato, created and released the documentary called «Urumqi Middle Road» (乌鲁木齐中路). This documentary records a series of peaceful protests against three years of rolling lockdowns under China’s zero-COVID policy and the harsh environment of censorship and surveillance in China.

I am writing to express my grave concern for Chen’s well-being. On 5 January 2024, police in Shanghai arrested him for «picking quarrels and provoking trouble»; on 18 February, his case was transferred to the prosecutor's office for prosecution. Chen is currently being held in pre-trial detention at the Baoshan Detention Center in Shanghai. While in custody, Chen is at risk of torture and other ill-treatment, as well as violations of his due process rights. In the last decade, Amnesty International has documented a number of cases in China in which individuals held on these charges, often for their work to uphold freedom of expression and defend other human rights, have experienced torture and other ill-treatment and been unable to access effective remedy for those violations.

Chen’s family has reportedly been harassed and intimidated by the police, which is also a common trend with cases of detained defenders in China. Since the White Paper Movement, several other participants or their families have been harassed and questioned by Chinese authorities. It is difficult to know exactly how many individuals have been silenced, arrested or even disappeared in efforts by authorities to control information about the protests and further limit fundamental freedoms.

Chen Pinlin is being detained solely for the peaceful exercise of his right to freedom of expression, a right guaranteed under international human rights law. Therefore, I urge you to:

  • Release Chen Pinlin immediately and unconditionally;
  • Pending his release, ensure he is not subjected to torture and other ill-treatment while in detention;
  • Stop threatening, harassing, and arresting Chen’s family, other individuals associated with the White Paper Movement, and anyone who peacefully exercises their rights to freedom of expression and association.

Yours sincerely,
 

Suggest text for post:

He filmed peaceful protests during the #WhitePaperMovement and shared his work on social media. Now he’s being charged with a crime. Join us to call on authorities in #China to release #ChenPinlin! #NotAForeignForce #乌鲁木齐中路 (ADD LINK TO UA)  

For social media purposes (especially on Twitter), please tag the local Chinese Embassy or other Chinese officials on Twitter. You can find twitter handles of Ambassador to China’s embassies / China embassies at https://twitter.com/MFA_China/following

You can also tag China’s Ministry of Foreign Affairs on Twitter with @MFA_China

 

APPELLE AN

1.)
Generalstaatsanwalt:
Chen Yong
Chief Procurator
Shanghai People's Procuratorate
75 Jian'guo West Rd, Shanghai, 200020
People’s Republic of China

2.)
Präsident der Volksrepublik China Xi Jinping:
President of the People’s Republic of China Xi Jinping  
Zhongnanhai  
Xichangan’jie   
Xichengqu, Beijing Shi 100017  
People Republic of China  

Please note for both targets, their surname is first, followed by their given name. In other words, you could refer to them as Mr Chen and Mr (President) Xi.

Please note that in the past some letters were returned as the authorities refused to receive them. If this happens in your country, please consider sending the appeals instead to the Chinese embassy and request them to pass the letters on to the target.

For social media purposes (especially on Twitter/X), please tag the local Chinese Embassy on Twitter, along with China’s Ministry of Foreign Affairs on Twitter/X with @MFA_China. If you don’t already know it, you are likely to be able to find Twitter/X handle of the Ambassador or the generic account for the embassy at https://twitter.com/MFA_China/following


KOPIE AN

Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10
3006 Bern

Fax: 031 351 45 73
E-Mail: [email protected]

 



AkTuelle Dokumente

DRUCKFERTIGE MODELLBRIEFE
Gewünschte Version anklicken

MODELLBRIEF DEUTSCH 037/24 (Word)
MODEL LETTER ENGLISH 037/24 (Word)


DIESE URGENT ACTION – KOMPLETT ALS WORD-DOKUMENT

Seite 1 Hintergrundinformationen, Seite 2 Modellbrief
UA 037/24 – DEUTSCH
UA 037/24 – ENGLISH


English version (click on title to open):

Chen Pinlin is the director of the documentary «Urumqi Middle Road» (乌鲁木齐中路), which captures scenes from the nationwide «White Paper Movement», a series of peaceful protests against three years of rolling lockdowns under China’s zero-COVID policy and the harsh environment of censorship and surveillance in China. Chen uploaded the documentary to the Internet around the one-year anniversary of the White Paper Movement. He was arrested on 5 January 2024 and is being held in the Baoshan Detention Centre in Shanghai on charges of « picking quarrels and provoking trouble». Chen may face five years in prison if convicted.

During the White Paper Movement, Chen and his friends shot a large number of videos at Urumqi Middle Road, the site of a large protest in Shanghai. Around the first anniversary of the White Paper Movement in November 2023, Chen finalized and uploaded his footage as a documentary called Urumqi Middle Road, also called Not the Foreign Force, to the Internet.

At the end of this movie, Chen left this narration:

Some people say, what is the point of protesting on the streets? In the end, it's still the same, suppressed, shielded and misinterpreted. But as Churchill said, «Courage is one of the most important traits of humanity, and with courage, all other human traits are naturally available.» We have lacked experience and have been cowardly and shaky, but today we have the courage to stand up and to speak out. What we lacked this time, we can do better next time. If I were to do it again, I would still choose to be there. Because a government that is afraid of even a white paper can't crush the justice in the hearts of the people.

In late November 2023, Chen Pinlin was detained by the Chinese authorities for «picking quarrels and provoking trouble». On 5 January 2024, Chen was formally arrested on the same charge; he is currently being held at the Baoshan Detention Center. On 18 February, his case was transferred to the prosecutor's office for prosecution.

This is the second case of arrest for sharing information about the White Paper Movement that Amnesty International has been able to document. The first was that of a Uyghur university student Kamile Wayit; information about her case is available here. Amnesty believes that this is only the tip of the iceberg, and that many more reports of detention, arrest or disappearance linked to the protests in November 2022 may be credible. Due to the swift and harsh response of authorities, however, the true number and scope of cases linked to the White Paper Movement is likely impossible to determine.

Amnesty has documented torture and ill-treatment in places of detention in China since at least 2015, with the report No end in sight - Torture and forced confessions in China, and most recently in the China entry of the 2023 Annual Report.

About the White Paper Movement or «A4 Protest» in China
On 24 November 2022, a fire broke out in an apartment building in Urumqi, killing at least 10 people, according to government sources. Many blamed Covid-19 restrictions for the deaths but local authorities disputed this claim. This did not stop protests from breaking out in Urumqi, the capital of the western region of Xinjiang. After the fire, the government declared that the Covid-19 outbreak was under control and the city would ease lockdowns, following more than 100 days of severe restrictions on people’s movement.
On 25 November, a student from the Nanjing Media College reportedly protested on campus holding a white sheet of paper, and was joined by other students. The action quickly spread across the country, with videos shared on social media showing protests breaking out across universities and cities throughout China, including in Beijing, Guangzhou, Shanghai and Wuhan.
Peaceful protesters commemorated the victims of the Urumqi fire and called for the easing of lockdown measures. Many also demanded the end of censorship and some even called for President Xi to step down. A large number of people were detained for participating in these peaceful protests. It is unclear how many were detained, and whether any remain in detention today, nearly 18 months later. Videos circulated online show police forces beating protesters during the arrests.
The White Paper Movement was also characterized by the transnational nature of the protests, with overseas Chinese students often demonstrating in solidarity with peers in the country. For the one-year anniversary, Amnesty International shared for the stories of six participants on how the White Paper Movement changed their lives.


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Write an appeal in your own words or use the model letter below. You find a ready-to-print model letter under
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Addresses (see above)

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Please take action before 30 June 2024.
Preferred language: English, Chinese. You can also write in your own language.