© Facebook Pedro Albert Sanchez
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URGENT ACTION Kuba – Briefaktion Inhaftierter Lehrer benötigt dringend medizinische Versorgung

UA 060/24 I Mitmachen bis 8. Januar 2025 I (UA vom: 08.07.2024) I AI-Index: AMR 25/8196/2024
Der pensionierte Lehrer und Menschenrechtler Pedro Albert Sánchez ist seit dem 22. November 2023 willkürlich inhaftiert. Er hat eine Krebserkrankung und sein Gesundheitszustand ist kritisch. Dennoch wird er nicht angemessen medizinisch versorgt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der lediglich aufgrund der Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Haft ist. Pedro Albert Sánchez muss daher unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden und eine angemessene medizinische Versorgung erhalten.

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Es besteht grosse Sorge um den Gesundheitszustand von Pedro Albert Sánchez, ein pensionierter Lehrer, der seit dem 22. November 2023 unter Bedingungen inhaftiert ist, die seinen Gesundheitszustand stark verschlechtert haben. Trotz seiner Krebserkrankung wird ihm eine angemessene Ernährung und die nötige medizinische Versorgung verweigert.

Kubaner*innen jeden Alters und aus allen Gesellschaftsschichten sind jüngst in Kuba angeklagt, vor Gericht gestellt und zu harten Strafen verurteilt worden, weil sie im Juli 2021 friedlich an landesweiten Protesten teilgenommen hatten. Die Verfahren entsprachen häufig nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren und wurden meist hinter verschlossenen Türen abgehalten.

Zu den Inhaftierten zählt auch Pedro Albert Sánchez, der öffentlich Kritik an der kubanischen Regierung äussert und sich für die Menschenrechte engagiert, insbesondere für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Er nahm friedlich an den Demonstrationen vom 11. Juli 2021 teil und wurde daraufhin auf Grundlage der konstruierten Anklagen der «Missachtung» und «Störung der öffentlichen Ordnung» verurteilt. Die Vorwürfe beziehen sich aus-schliesslich auf die Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Sie sind politisch motiviert und zielen darauf ab, ihn zum Schweigen zu bringen. Amnesty International betrachtet Pedro Albert Sánchez als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Pedro Albert Sánchez ist seit 2020 mehrfach festgenommen worden, weil er an friedlichen Protesten teilgenommen und abweichende Meinungen geäussert hatte. So wurde er im Oktober 2022 wegen «Missachtung» und «Störung der öffentlichen Ordnung» unter dem Strafgesetzbuch zu fünf Jahren «eingeschränkter Freiheit» verurteilt, was bedeutet, dass er seine Strafe ausserhalb des Gefängnisses ableisten konnte. Die Vorwürfe beziehen sich ausschliesslich auf seine Teilnahme an den Protesten vom 11. Juli 2021, wo er von seinen Rechten auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machte und politische Reformen forderte.

Am 22. November 2023 nahmen die kubanischen Behörden Pedro Albert Sánchez erneut fest, als er versuchte, dem EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte Eamon Gilmore, der sich gerade wegen des Vierten Menschenrechtsdialogs zwischen der EU und Kuba im Land befand, ein Schreiben zu überbringen. Daraufhin machte im Dezember 2023 ein Gericht seine Verurteilung zu «eingeschränkter Freiheit» rückgängig und ordnete stattdessen eine Gefängnisstrafe an. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme hat Pedro Albert Sánchez weder Gewalt an-gewendet noch zur Gewalt aufgerufen.

Amnesty International vorliegenden Informationen zufolge sind die Vorwürfe gegen ihn haltlos. Die Anklagen «Missachtung» und «Störung der öffentlichen Ordnung» kommen in Kuba häufig zum Einsatz, um die Rechte auf freie Meinungsäusserung und friedliche Versammlung einzuschränken.

Amnesty International betrachtet Pedro Albert Sánchez als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung. Seine Inhaftierung verstösst nicht nur gegen seine Menschenrechte, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die pauschale Unterdrückung aller Stimmen, die von den kubanischen Behörden die Einhaltung ihrer menschenrechtlichen Verpflichtungen fordern. Der Menschenrechtler muss dringend freigelassen werden und Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung erhalten.

Amnesty International stützt die Einschätzung, ob es sich bei einer Person um eine*n gewaltlose*n politische*n Gefangene*n handelt, auf die Informationen, die der Organisation über die Umstände vorliegen, die zu deren Inhaftierung geführt haben. Mit der Benennung einer Person als eine*n gewaltlose*n politische*n Gefangene*n bekräftigt Amnesty International, dass diese Person sofort und bedingungslos freigelassen werden muss, billigt jedoch nicht ihre früheren oder gegenwärtigen Ansichten oder ihr Verhalten.

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Senden Sie einen Appellbrief über einen der verfügbaren Kanäle. Siehe ADRESSEN
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Frist zum Mitmachen: 8. Januar 2025.
Schreiben Sie in Spanisch, Englisch oder in Ihrer eigenen Sprache.
Portokosten für Briefversand: Europa = CHF 1.90 / alle übrigen Länder = CHF 2.50 (Stand 1.1.2024)
 

Sehr geehrter Herr Präsident

Ich möchte Sie auf den Fall von Pedro Albert Sánche aufmerksam machen. Er ist ein pensionierter Lehrer, der seit dem 22. November 2023 unter Bedingungen inhaftiert ist, die seinen Gesundheitszustand stark verschlechtert haben. Trotz seiner Krebserkrankung wird ihm eine angemessene Ernährung und die nötige medizinische Versorgung verweigert.

Kubaner*innen jeden Alters und aus allen Gesellschaftsschichten sind jüngst in Kuba angeklagt, vor Gericht gestellt und zu harten Strafen verurteilt worden, weil sie im Juli 2021 friedlich an landesweiten Protesten teilgenommen hatten. Die Verfahren entsprachen häufig nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren und wurden meist hinter verschlossenen Türen abgehalten.

Zu den Inhaftierten zählt auch Pedro Albert Sánchez, der öffentlich Kritik an der kubanischen Regierung äussert und sich für die Menschenrechte engagiert, insbesondere für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Er nahm friedlich an den Demonstrationen vom 11. Juli 2021 teil und wurde daraufhin auf Grundlage der konstruierten Anklagen der «Missachtung» und «Störung der öffentlichen Ordnung» verurteilt. Die Vorwürfe beziehen sich ausschliesslich auf die Wahrnehmung seiner Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Deshalb bitte ich Sie, dafür zu sorgen, dass Pedro Albert Sánchez unverzüglich und bedingungslos freigelassen wird.
Stellen Sie bitte sicher, dass er in der Haft unverzüglich angemessen medizinisch versorgt wird.

Hochachtungsvoll,
 

Dear President of Díaz-Canel,

I am writing to express my deep concern for Pedro Albert Sánchez, a 68-year-old retired teacher and human rights defender, who is currently imprisoned in Cuba. Pedro has been imprisoned since 22 November 2023, under conditions that have severely worsened his health. He suffers from cancer and has been denied adequate healthcare and nutrition.

Following his peaceful participation in the 11 July 2021 demonstrations, Pedro Albert was wrongfully convicted of «contempt» and «public disorder» charges that stemmed solely from his exercise of the rights to freedom of expression and of peaceful assembly, as a result of his participation in peaceful protests and his vocal criticism of the Cuban government. The charges against him were politically motivated and designed to silence his activism. Amnesty International has recognized him as a prisoner of conscience.

I urge you to immediately and unconditionally release Pedro Albert and to urgently provide him with adequate healthcare.

Sincerely,
 

Señor Presidente Díaz-Canel:

Me dirijo a usted para expresarle mi honda preocupación por Pedro Albert Sánchez, profesor jubilado y defensor de los derechos humanos de 68 años de edad, que actualmente está encarcelado en Cuba. Pedro lleva encarcelado desde el 22 de noviembre de 2023, en condiciones que han deteriorado seriamente su salud. Sufre cáncer, y le han negado atención médica y nutrición adecuadas.

Tras su participación pacífica en las manifestaciones del 11 de julio de 2021, Pedro Albert fue declarado culpable indebidamente de cargos de “desacato” y “desórdenes públicos” derivados exclusivamente del ejercicio de su derecho a la libertad de expresión y de reunión pacífica, a consecuencia de su participación en protestas pacíficas y sus abiertas críticas al gobierno cubano. Los cargos contra él fueron de motivación política y estuvieron dirigidos a silenciar su activismo. Amnistía Internacional lo ha reconocido como preso de conciencia.

Lo insto a poner a Pedro Albert en libertad inmediata e incondicional y a proporcionarle urgentemente atención médica adecuada.

Atentamente,
 

Twitter handle: @DiazCanelB
Facebook: /MDiazCanelB
Instagram: @presidenciadecuba
E-mail: [email protected]

 

ESPANOL

X/Twitter: 

#Cuba: Exigimos a @DiazCanelB a liberar inmediatamente al profesor Pedro Albert Sánchez (@albert_profesor) a quien hemos nombrado preso de conciencia, al ser encarcelado por ejercer sus derechos humanos de manera pacífica.

Actúa: 🔗 cubasinrepresion.org

#CubaSinRepresión

Facebook e Instagram:

#Cuba | 📢 Exigimos a Miguel Diaz Canel Bermúdez la liberación inmediata y sin condiciones del profesor Pedro Albert Sánchez), a quien hemos nombrado preso de conciencia, al ser encarcelado por ejercer sus derechos humanos de manera pacífica.

🚨 Es urgente que se garantice a Pedro acceso a atención médica adecuada. ¡Actúa por una #CubaSinRepresión!

Lee nuestra declaración pública y acción urgente en cubasinrepresion.org

 

ENGLISH

Mention Pedro Albert's Facebook account: https://www.facebook.com/profile.php?id=100082959393509

X/Twitter:

#Cuba: We demand that President @DiazCanelB immediately and unconditionally release teacher Pedro Albert Sánchez (@albert_profesor) whom we have named a prisoner of conscience, as he was incarcerated for peacefully exercising his human rights.

Act now: 🔗LINK

#CubaSinRepresión

Facebook and Instagram:

#Cuba | 📢 We demand Miguel Diaz Canel Bermúdez immediately and unconditionally release Professor Pedro Albert Sánchez whom we have named a prisoner of conscience, as he was incarcerated for peacefully exercising his human rights.

🚨 It is urgent that Pedro is guaranteed access to adequate medical care. Act for a #CubaSinRepresión!

Read our public statement and urgent action at cubasinrepresion.org

 

APPELLE AN

Mr. Miguel Díaz-Canel
President of Cuba

Hidalgo Esq. 6
Plaza de La Revolución
CP 10400
La Habans
Cuba

Twitter/X: @DiazCanelB  → Die beste Möglichkeit, den Präsidenten zu erreichen
Facebook: @MDiazCanelB


KOPIE AN

Botschaft der Republik von Kuba
Gesellschaftsstrasse 8
3012 Bern

Fax: 031 302 98 30
E-Mail: [email protected]

 



icon_WORD.pngAkTuelle Dokumente

DRUCKFERTIGE MODELLBRIEFE:
MODELLBRIEF DEUTSCH UA 060/24 (Word)
MODEL LETTER ENGLISH UA 060/24 (Word)
MODELO DE CARTA ESPAÑOL UA 060/24 (Word)


DIESE URGENT ACTION – KOMPLETT ALS WORD-DOKUMENT:
(Seite 1 Hintergrundinformationen, Seite 2 Modellbrief)
UA 060/24 – DEUTSCH
UA 060/24 – ENGLISH


English version (click on title to open):

Pedro Albert Sánchez, a 68-year-old teacher and human rights defender, has been arbitrarily detained in Cuba since 22 November 2023. Despite his critical health conditions, including cancer, Pedro is being denied adequate healthcare. He is a prisoner of conscience jailed simply for exercising his human rights to freedom of expression and of peaceful assembly. We urge the Cuban authorities to immediately and unconditionally release Pedro Albert Sánchez and ensure he urgently receives adequate healthcare.

Cubans of all ages and walks of life have been charged, put on trial, or given harsh sentences for peacefully participating in protests in July 2021 in proceedings mostly held behind closed doors and often failing to respect fair trial rights.

Among those imprisoned is Pedro Albert Sánchez, a retired teacher from Cuba, who has been a vocal critic of the Cuban government and a staunch advocate for human rights, particularly focusing on freedom of expression and peaceful assembly.

Pedro has been detained multiple times since 2020 simply for participating in peaceful protests and expressing dissenting views.

Pedro Albert Sánchez was sentenced in October 2022 to five years of «limited freedom», which means that he could spend his sentenced outside of jail, for charges of «contempt» and «public disorder» under the Cuban Penal Code. These charges stemmed from his participation in the peaceful protests of 11 July 2021, where he exercised his right to peaceful assembly and his right to freedom of expression by criticizing the government and calling for political reforms.

On 22 November 2023, he was detained by Cuban authorities after attempting to deliver a letter to Eamon Gilmore, the European Union (EU) Special Representative for Human Rights, who was in the country to co-chair the fourth Human Rights Dialogue under the EU-Cuba Political Dialogue and Cooperation Agreement (PDCA). In December 2023, a court overturned his «limited freedom» sentence and ordered him to serve his sentence in prison, despite the absence of any violent actions or incitement at the time of his detention.

Based on the information available to Amnesty International, he should never have been charged with these offences. The organization notes that «contempt» and «public disorder» are charges frequently used in Cuba to target those exercising their rights to freedom of expression and peaceful assembly.

Amnesty International considers Pedro Albert Sánchez to be a prisoner of conscience and calls for his immediate and unconditional release. His imprisonment not only violates his human rights but also highlights the broader repression faced by people who call on the Cuban authorities to fulfil their human rights obligations. Immediate action is required to secure his release and ensure that he urgently receives access to adequate healthcare for his critical conditions.

Amnesty International’s Prisoner of Conscience determination is based on the information available to Amnesty International regarding the circumstances leading to the person’s detention. In naming a person as a Prisoner of Conscience, Amnesty International is affirming that this person must be immediately and unconditionally released but is not endorsing past or present views or conduct by them.
 

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