Chios © Giorgos Moutafis
Chios © Giorgos Moutafis

I Welcome Die Petition «Helft uns. Jetzt!» ist beendet

März 2017
Der Bundesrat und die Europäische Kommission werden mit der abgeschlossen Petition aufgefordert, die bereits zugesagten Flüchtlinge rasch umzusiedeln. Griechenland muss bei der Bewältigung der humanitären Krise schnell und effizient unterstützt werden. Amnesty International bedankt sich herzlich bei 7350 Unterzeichnenden.

Im Jahr 2015 versprachen die europäischen Staaten, die südeuropäischen Länder zu unterstützen, welche besonders von der Ankunft einer hohen Zahl von Flüchtenden betroffen waren. Alleine aus Griechenland plante die Europäische Kommission 66' 400 Flüchtlinge in andere europäische Länder umzusiedeln. Für 63'302 Flüchtlinge hatten die europäische Mitgliedstaaten und einige weitere Länder – darunter die Schweiz – Zusagen gemacht. Doch bis jetzt wurden gerade einmal 9'566 Personen erfolgreich umgesiedelt. Die Schweiz hatte zugesagt, bis Ende 2017 600 Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. Bisher kamen aber nur 78 Personen in die Schweiz.

Mit der abgeschlossenen Petition «Helft uns. Jetzt!» fordern Amnesty und die Unterzeichnenden den Bundesrat auf, die bereits zugesagte Zahl von Flüchtlingen schneller in die Schweiz zu holen. Ausserdem soll das Kontingent erhöht werden, da die Schweiz als reiches Land mehr leisten kann und muss. Den griechischen Behörden soll die Schweiz angemessene Hilfe bei der Registrierung und den Asylverfahren anbieten. Des Weiteren soll die Europäische Kommission Druck auf die griechische Regierung ausüben, damit diese Flüchtlinge rasch von den Inseln auf das griechische Festland bringt. Die Asylsuchenden sollen dort die Möglichkeit erhalten, in das Relocation-Programm aufgenommen zu werden.

Die Situation auf den griechischen Inseln ist unhaltbar. Tausende Flüchtlinge waren zum Teil noch in einfachen Zelten untergebracht, als die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fielen. Es fehlt an allem, so an Heisswasser und der Möglichkeit zu Heizen. Auch werden die Flüchtlinge nicht ausreichend vor rechtsextremen Übergriffen geschützt.