Textilarbeiter*innen in Bangladesch stehen für die Impfung gegen das Coronavirus Covid-19 an. Konabari, 18. Juli 2021. © MUNIR UZ ZAMAN/AFP via Getty Images
Textilarbeiter*innen in Bangladesch stehen für die Impfung gegen das Coronavirus Covid-19 an. Konabari, 18. Juli 2021. © MUNIR UZ ZAMAN/AFP via Getty Images

Covid-19-Impfstoffkrise Pharma-Konzerne verfehlen selbstgesteckte Menschenrechtsziele

12. Oktober 2021
Vakzin-Hersteller wie Pfizer, BioNTech und Moderna haben massgeblich den fairen weltweiten Zugang zu lebensrettenden Impfungen behindert.
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Die Covid-19-Impfung kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Trotzdem wird derzeit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt der Zugang zu lebensrettenden Impfungen verwehrt. Pharmaunternehmen wie Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson verhindern aktiv, dass andere Herstellerfirmen die dringend benötigten Impfstoffe produzieren und verkaufen ihre Impfstoffe weiterhin vorwiegend an reiche Staaten.

Globale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welthandelsorganisation (WTO), die Weltbank und der Weltwährungsfonds (IMF) haben sich das Ziel gesetzt, dass bis Ende des Jahres 2021 40 Prozent der Bevölkerung in Staaten mit geringem Einkommen geimpft sein sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es zusätzliche zwei Milliarden Impfstoffdosen.

Es ist offensichtlich, dass die Pharmafirmen ihrer Verantwortung nicht nachkommen und nicht dafür sorgen, dass alle Menschen weltweit Zugang zu Covid-19-Impfstoffen bekommen.

Amnesty International fordert die Pharmafirmen auf, die Zeit bis zum Ende des Jahres zu nutzen, um ihren Teil dazu beizutragen, zwei Milliarden Impfstoffdosen für Menschen in ärmeren Ländern zur Verfügung zu stellen. Dies kann nur dann gelingen, wenn die Firmen mindestens 50 Prozent der produzierten Impfstoffe an ärmere Länder liefern.

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