© Beat Knoblauch & Bill Guhl
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Argumente gegen die Folter

Folter ist grausam und unmenschlich. Sie bricht das Opfer und brutalisiert die Täter. Sie ist nicht wirksam und schafft nur noch mehr Gewalt. Sieben Argumente gegen Folter.

Folter ist grausam und unmenschlich

Folter bricht die Persönlichkeit, sie macht das Opfer zu einem Objekt und raubt ihm die Menschlichkeit.

Folter ist nicht wirksam

Folter ist kein taugliches Mittel zur Wahrheitsfindung. Informationen, die unter Folter erzwungen sind, sind wertlos. «Man bringt jeden dazu, alles zu sagen, aber man kann dem, was diese Person dann sagt, keinen Glauben schenken», Mike Baker, ex CIA-Agent.

Folter ist nie begrenzt

Die Geschichte zeigt, wo das Tabu gebrochen und Folter in Ausnahmefällen zugelassen ist, wird sie schnell zur Regel. Wer den Einsatz von Folter in einer spezifischen Situation gestattet, etwa um ein Bombenattentat zu verhindern, wird bald auch Menschen foltern, die ein Bombenattentat planen könnten, oder die jemanden kennen, der ein Bombenattentat plant.

Ein «bisschen Folter» ist unmöglich

Wenn ein Schlag den Gefangenen nicht zum Reden bringt, muss man zweimal zuschlagen. Wenn Schläge nichts bewirken, muss der Schmerz verstärkt werden. Die Intensität der angewandten Methoden nimmt in der Regel zu. Folter führt zu einer Eskalation der Gewalt.

Folter brutalisiert die Täter

Die Menschen, die Gewalt über Gefangene haben und ihnen Schmerz und Leid zufügen dürfen, werden oft selber brutalisiert; sie missbrauchen ihre Macht als Rache oder zur Befriedigung sadistischer Züge.

Folter sät Hass und Gewalt

Folter sät Hass bei den Angehörigen und der Gemeinschaft der Opfer, Folter brutalisiert eine Gesellschaft, sie schafft neue Gewalt, mehr Terror und verhindert die Versöhnung. Folter führt dazu, dass moralische Massstäbe verloren gehen.

Mythos «tickende Zeitbombe»

Die tickende Bombe ist ein Konstrukt, das in der Wirklichkeit so nicht existiert. Es wird oft in halbphilosophischen Diskussionen eingesetzt, um Folter zu rechtfertigen. Mit der Realität von Folter heute hat es nichts zu tun: In Indien sterben jeden Monat mehr Menschen an Folter als die USA in einem Jahrzehnt «Krieg gegen den Terror» mit Folter getötet hat.

Folter bewirkt...
  • dass Menschen unerträgliche Schmerzen zugefügt werden
  • dass ihr Wille gebrochen und ihre Persönlichkeit zerstört wird
  • dass Opfer und Täter brutalisiert werden
  • dass das Opfer sagt, was der Täter hören will
  • dass Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufgebracht werden, bis Hass und Terror zwischen ihnen entsteht, bis die Brutalität alltäglich und der Terrorismus weiter gestärkt wird
  • dass die Gräben in der Gesellschaft vertieft werden und moralische Massstäbe verloren gehen
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