Was sind die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen»

Bald beginnt wieder die jährliche Aktionszeit «16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt». In der Schweiz startet sie diesen Samstag in Bern mit einer grossen Aktion auf dem Bundesplatz. Zwischen ...

Bald beginnt wieder die jährliche Aktionszeit «16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt». In der Schweiz startet sie diesen Samstag in Bern mit einer grossen Aktion auf dem Bundesplatz. Zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember engagieren sich Frauen- und Menschenrechtsorganisationen in dieser Kampagne. In der Schweiz wird sie von einer breiten NGO-Koalition getragen, zu der auch Amnesty gehört. Im Zentrum der zahlreichen Diskussionsveranstaltungen, Strassenaktionen und kulturellen Anlässe steht dieses Jahr das Thema sexuelle Gewalt.

Warum dieses Thema? Weil eine von drei Frauen in ihrem Leben sexuelle Gewalt erleidet. Weil diese Gewalt jeden Tag und überall auf der Welt vorkommt, aber in den meisten Fällen ungestraft bleibt. Und weil diese Gewalt zahlreiche Menschenrechte verletzt.

Die Aktionen von Amnesty International sind dabei vor allem der sexuellen Gewalt in bewaffneten Konflikten und im Kontext der Militarisierung gewidmet. In der Demokratischen Republik Kongo zum Beispiel sind Frauen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, ständig der Gefahr einer Vergewaltigung ausgesetzt. Auch in Syrien gehört sexuelle Gewalt zum Kriegsalltag. Und selbst die Flucht aus dem Land rettet Frauen nicht vor Übergriffen: In Flüchtlingslagern werden sie oft erneut sexuell misshandelt und vergewaltigt.

Amnesty International fordert von den Regierungen wirksame Massnahmen zur Verhinderung solch schwerer Menschenrechtsverletzungen. Engagiert euch mit uns in der Kampagne der «16 Tage» und auch im Briefmarathon gegen sexuelle Gewalt!