Die 18-jährige Marlene aus El Salvador wurde wegen Abtreibung angeklagt, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte. | © AI
Die 18-jährige Marlene aus El Salvador wurde wegen Abtreibung angeklagt, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte. | © AI

Frauenrechte Schwangerschaftsabbruch

Jede Frau und jedes Mädchen hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob, wann und in welchen Abständen sie schwanger werden will. Sowohl  erzwungene Schwangerschaftsabbrüche (Zwangsabtreibungen) wie auch rigide Verbote von Abtreibungen  verletzen dieses Recht.

Amnesty International fordert, dass Mädchen und Frauen, die aufgrund einer Vergewaltigung, eines sexuellen Übergriffs oder sexuellen Missbrauchs in der Familie schwanger geworden sind, die Möglichkeit haben, diese Schwangerschaft auf legalem Weg abzubrechen.

Dasselbe gilt für den Fall, dass das Leben oder die Gesundheit der Schwangeren schwer gefährdet ist. Ein Schwangerschaftsabbruch muss in diesen Fällen unter sicheren, niederschwelligen und nicht diskriminierenden Bedingungen durchgeführt werden können.

Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs

Amnesty International fordert auch die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, das heisst: keine strafrechtliche Verfolgung weder der Frau, deren Schwangerschaft unterbrochen wurde, noch der Person, die den Abbruch vorgenommen hat. Wichtig sind aber auch präventive Massnahmen: Jedes Mädchen und jede Frau muss Zugang haben zu Informationen über Sexualität und zu Methoden der Schwanraugerschaftsverhütung.

«Gefährdung grundlegender Menschenrechte.» Position von Amnesty International zur Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache».

«Rückschritt auch in der Schweiz?» Resolution zahlreicher Organisationen gegen die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» vom Oktober 2012.

Blog von Stella Jegher: Schwangerschaft und Menschenrechte