Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai Repression im digitalen Zeitalter

2. Mai 2012
Blockierte Suchmaschinen, horrende Preise für einen Internet-Zugang, Folterung von Aktivisten, um ihre Facebook- oder Twitter-Passwörter herauszukriegen, Gesetze, worüber Leute auf dem Netz reden dürfen (und worüber nicht): Das sind nur einige der vielen Methoden, mit denen Länder von China bis Syrien, von Kuba bis Aserbaidschan Journalisten, Bloggerinnen und Aktivisten daran zu hindern versuchen, über Menschenrechtsverletzungen zu sprechen.

In manchen Ländern sind kritische Äusserungen auf dem Web dermassen gefährlich, dass das Jahr 2011 gemäss der Organisation «Reporter ohne Grenzen» das tödlichste Jahr für Online-Aktivisten war. Was sie auf dem Netz veröffentlichten, bezahlten mehrere Menschen in Bahrein, Mexiko, Indien und Syrien mit dem Leben.

Doch Journalisten, Bloggerinnen und Aktivisten finden immer wieder neue Wege, um die Internet-Kontrollen zu umgehen und ihre Stimmen trotzdem für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt vernehmlich zu machen.

«Die Öffnung des digitalen Raums hat Aktivistinnen und Aktivisten ermöglicht, sich gegenseitig in ihrem Kampf für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit zu unterstützen», sagt Widney Brown, Leiterin der Rechtsabteilung von Amnesty International in London. «Staaten attackieren Online-Journalistinnen und -Journalisten, weil ihnen bewusst ist, wie effizient solch mutige Einzelpersonen sie via Internet herausfordern können. Wir müssen uns dezidiert jedem Versuch von Regierungen entgegenstellen, die Meinungsfreiheit einzuschränken.»