Friedensnobelpreis Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi werden ausgezeichnet

10. Oktober 2014
Der indische Kinderrechtsaktivist Kailash Satyarthi und die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai erhalten für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und jungen Menschen und für das Recht aller Kinder auf Bildung gemeinsam den Friedensnobelpreis 2014.

Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty würdigt das Engagement der beiden: «Die Arbeit von Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai steht für den Kampf von Millionen Kindern auf der Welt um ihr Recht, zur Schule zu gehen. Er belohnt das unermüdliche Engagement von mutigen Menschen, die sich voll und ganz dem Kampf für die Bildung und die Rechte der verletzlichsten Kinder auf dieser Welt einsetzen.»

Malala Yousafzai hat Menschen auf der ganzen Welt, allen voran Frauen und Mädchen, mit ihrem Beispiel ermutigt. Ihre Unerschrockenheit im Kampf um ihre Rechte ist zum Symbol dafür geworden, was es bedeutet, allen Gegnern zum Trotz für die eigenen Rechte einzustehen. Angefangen beim simplen Recht auf Schulbildung.

Kailash Satyarthi hat sein Leben der Hilfe für Millionen von Kindern gewidmet, die in Indien zu Sklaven gemacht werden und unter schwierigsten Bedingungen arbeiten müssen. Die Auszeichnung, die er nun erhält, bedeutet auch eine Anerkennung für die Kampagnenarbeit, die Aktivistinnen und Aktivisten der Zivilgesellschaft seit Jahrzehnten gegen Menschenhandel und insbesondere Kinderhandel in Indien führen.

Malala: Amnesty-Award 2013

Malala Yousafzai war am 17. September 2013 bereits mit dem von Amnesty International verliehenen Preis einer «Botschafterin des Gewissens» ausgezeichnet worden.