50. Ratifizierung am 25. September 2014 an der Uno in New York Waffenhandelsabkommen tritt noch dieses Jahr in Kraft

Mit der Ratifizierung durch sieben weitere Staaten wird ein bahnbrechendes internationales Abkommen zur Kontrolle des Waffenhandels Wirklichkeit: Der sogenannte Arms Trade Treaty (ATT) tritt damit noch dieses Jahr in Kraft – 90 Tage nach der 50. Ratifizierung, also am 25. Dezember 2014.

46 Staaten haben den ATT bereits ratifiziert, sieben weitere Staaten - Argentinien, die Bahamas, die Tschechische Republik, Portugal, Santa Lucia, Senegal und Uruguay - sind ihm am 25. September im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in New York beitreten.

Als «Meilenstein im Kampf gegen das unendliche menschliche Leid, das alltäglich durch verantwortungslos gehandelte Waffen verursacht wird», bezeichnet Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, das Ereignis am Sitz der Uno in New York. «Endlich werden Waffen nicht mehr so leicht in die Hände von verbrecherischen Regimes und bewaffneten Gruppen geraten, die damit die Menschenrechte verletzen.»

Schweiz noch in der Warteschlaufe

Noch nicht dabei ist die Schweiz: Zwar hat der Ständerat vergangene Woche als zweiter Rat grünes Licht für die Ratifizierung gegeben, jedoch muss die Frist für ein allfälliges Referendum abgewartet werden, bis der Beitritt zum Internationalen Waffenhandelsabkommen definitiv erfolgen kann.

Jahrzehntelanger Einsatz

Amnesty International hat sich seit Beginn der 1990er-Jahre zusammen mit zahlreichen anderen NGOs intensiv für robuste, verbindliche, global gültige Regeln zur Kontrolle und Einschränkung des zügellosen Handels mit Waffen eingesetzt. Mehr als eine Million Menschen haben an der Kampagne mitgemacht.

Medienmitteilung veröffentlicht: London / New York / Bern, 25. September 2014
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