Appell an chinesiche Regierung und Pharmakonzerne China: Keine Organentnahmen von Hingerichteten

13. August 2010 - aktualisiert am 23. September 2010
Im Rahmen des 23. International Congress of The Transplantation Society (TTS) vom 15. bis 19. August 2010 in Vancouver trafen Führungskräfte aus der Pharmaindustrie mit TransplantationsexpertInnen aus der ganzen Welt zusammen.

Die Schweizer Sektion von Amnesty International hat einen Aufruf an die chinesische Regierung und Pharmaunternehmen lanciert, insbesondere an Roche und Novartis, alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen, damit Organtransplantationen in China nicht mit Menschenrechtsverletzungen einhergehen. Die Unternehmen müssen in dieser heiklen Frage eine besondere Sorgfaltspflicht beachten, damit sie bei der Forschung oder beim Handel mit Immunsuppressiva nicht direkt oder indirekt die Organentnahme von hingerichteten Gefangenen unterstützen. Es braucht klare, gemeinsam vereinbarte und von unabhängiger Seite überprüfbare Richtlinien.