Schluss mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstössen durch Schweizer Multis Herr Bundesrat Schneider-Ammann, nehmen Sie die Konzerne an die Leine!

Vor sieben Monaten reichten über 50 Organisationen die Petition «Recht ohne Grenzen» ein. 135‘000 Personen forderten darin Bundesrat und Parlament auf, dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit Menschenrechte und Umwelt respektieren müssen. Doch während andere Staaten bereits über konkrete Gesetzesentwürfe diskutieren, ist die Schweiz noch nicht einmal bereit, einzugestehen, dass freiwillige Regeln alleine nicht reichen.

Wirtschaftsminister Schneider-Ammann trifft dieser Tage am Jahrestreffen des World Economic Forum in Davos Konzernchefs aus aller Welt, um über Wirtschaftswachstum, globalen Wettbewerb zu diskutieren. Zur gleichen Zeit leiden in anderen Teilen der Welt Menschen unter der Geschäftstätigkeit international tätiger  Unternehmen, auch von solchen mit Sitz in der Schweiz. Auch das sollte für unseren Bundesrat ein Thema sein.

Die Koalition ‚Recht ohne Grenzen‘ ruft anlässlich des WEF dazu auf,  den Bundesrat zur Verantwortung zu ziehen und die Konzerne endlich an die Leine zu nehmen. Tausende von Erinnerungsmails sollen Wirtschaftsminister Schneider-Ammann und den für die Menschenrechtspolitik zuständigen Aussenminister Burkhalter auffordern, sich endlich für verbindliche Regeln einzusetzen und  Schweizer Unternehmen zu verpflichten, die Menschenrechte und Umweltvorschriften zu achten – weltweit. Bildhaft umgesetzt wird der Aufruf mit einer symbolischen Aktion in Davos. Denn: Es ist nie zu spät für einen guten Vorsatz fürs neue Jahr.

Recht ohne Grenzen

«Recht ohne Grenzen» ist ein Zusammenschluss von 50 Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, Umwelt- und Frauenverbänden, Gewerkschaften, kirchlichen Gruppen und kritischen Aktionärsvereinigungen. Sie setzt sich für klare Regeln für international tätige Unternehmen ein, damit diese weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards respektieren müssen. www.rechtohnegrenzen.ch

Medienmitteilung veröffentlicht: Bern, 23.1.2013
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