Massive Eingriffe in die Umwelt - mit gravierenden Folgen auch für die lokale Bevölkerung. Kohlemine in Kolumbien © Paola Serna / shutterstock.com
Massive Eingriffe in die Umwelt - mit gravierenden Folgen auch für die lokale Bevölkerung. Kohlemine in Kolumbien © Paola Serna / shutterstock.com

Schweizer Unternehmen Fallbeispiele von Menschenrechtsverletzungen

15. Oktober 2019
Seit Jahrzehnten gibt es unzählige Fälle, wie Unternehmen Menschenrechte verletzen und die Umwelt zerstören. Schweizer Firmen sind hier keine Ausnahme.

Beispiele von Unternehmen mit Schweizer Sitz

Auf der Webseite der Konzernverantwortungsinitiative wird anhand verschiedener Beispiele aufgezeigt, wie Schweizer Konzerne in Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen verstrickt sind. Die Initiative will, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz bei ihren Geschäften künftig die Menschenrechte respektieren und Umweltstandards einhalten und im Falle von Missachtung  dafür haften müssen.
 

Glencore im Kongo: Verschmutze Felder

Glencore betreibt im Kongo rund um die Stadt Kolwezi Kupfer- und Kobaltminen. Im Umfeld der Minen kommt es immer wieder zu Umweltverschmutzungen.
Mehr zum Fall auf der Webseite der Koalition

Glencore in Kolumbien: Verschmutzter Fluss

Glencore betreibt seit Jahren Teile der Kohlenmine El Cerrejón. Die Mine verschmutzt mit ihren fünfzehn Sedimentierungsbecken den Fluss Ranchería.
Mehr zum Fall auf der Webseite der Koalition

Mehr zu Glencore in Kolumbien: Glencore ist an weiteren Minen in Kolumbien beteiligt. Artikel im Amnesty-Magazin zur Umsiedlung der Gemeinde El Haillo im Departemento César.

Glencore in Sambia: Ätzende Schwefeldioxid-Wolken

Das Schweizer Fernsehen deckt neue erschütternde Machenschaften auf: Seit fast 20 Jahren vergiftet Glencore die Luft um ihre Kupfermine in Sambia mit Schwefeldioxid. Die ätzenden Gase führen zu schweren Atemwegserkrankungen und Todesfällen.
Mehr zum Fall auf der Webseite der Koalition

Syngenta: Schweizer Pestizid vergiftet Bauern und Bäuerinnen in Indien

Im zentralindischen Yavatmal wurden 2017 innert 12 Wochen etwa 800 Landarbeiter schwer vergiftet, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausbrachten.
Mehr zum Fall auf der Webseite der Koalition

Schweizer Baumwollhändler profitieren von Kinderarbeit

Ein Bericht zeigt, dass in Burkina Faso 250'000 Kinder auf Baumwollfeldern arbeiten müssen. Von dieser Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler.
Mehr zum Fall auf der Webseite der Koalition

Weitere internationale Beispiele Multinationaler Firmen

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Shell in Nigeria

Die Ölförderung im Nigerdelta verursacht seit mehreren Jahrzehnten schwere Umweltschäden und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Menschenrechte der lokalen Bevölkerung dar, die ihrer traditionellen Lebensgrundlagen beraubt ist. Die geschädigte Lokalbevölkerung steht stehen bei ihrem Streben nach Gerechtigkeit einem mächtigen Gegner gegenüber. Unser Themenportal zu Shell in Nigeria

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Palmöl

Palmöl ist heute in rund der Hälfte aller Artikel des täglichen Gebrauchs enthalten, in Lebensmitteln, Kosmetika oder Putzmitteln. In den Produkten stecken aber oft auch Kinder- und Zwangsarbeit.
Amnesty International hat die Arbeitsbedingungen auf Palmöl-Plantagen in Indonesien untersucht und dokumentiert

 

Grosse Unternehmen der Elektronikbranche wie Apple, Samsung oder Sony kontrollieren nicht, ob für ihre Produkte Kinder in Kobaltminen ausgebeutet werden... das Giftgasunklück in Bhopal/Indien,  Blutdiamanten in Zentralfafrika...
Und Katar baut für die Fussball-WM 2022 Stadien und Infrastruktur, doch die Rechte der ArbeitsmigrantInnen werden mit Füssen getreten.

Unser Themenportal zeigt anhand weiterer Fallbeispiele internationaler Unternehmen, wie Menschenrechte und Umweltstandards weltweit verletzt werden.

 

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