Beijing 2022: Freiheit für fünf Champions! Freiheit für fünf Menschenrechts-Champions

22. Dezember 2021
In China laufen die Olympischen und Paralympischen Winterspiele. Das ist die Gelegenheit, fünf Personen zu ehren, die für ihr Recht auf Meinungsfreiheit kämpften – und dafür inhaftiert wurden oder verschwunden sind: Die Citizen-Journalistin Zhang Zhan, der uigurische Akademiker Ilham Tohti, die Menschenrechtsverteidigerin Li Qiaochu, der Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng und der tibetische Mönch Rinchen Tsultrim.

Zhang Zhan, Ilham Tohti, Li Qiaochu, Gao Zhisheng und Rinchen Tsultrim gehören Gemeinschaften an, auf die die chinesische Regierung mit ihren anhaltenden Angriffen auf die Meinungsfreiheit besonders abzielt. Allein dadurch, dass sie sich friedlich äusserten und sich nicht der Unterdrückung beugten, haben die fünf Mut auf olympischem Niveau bewiesen. Mit ihrer sofortigen Freilassung könnte die chinesische Regierung ihr aufrichtiges Engagement für einen besseren Schutz der Menschenrechte in China bekunden – Rechte, die sowohl in den internationalen Menschenrechtsstandards wie auch der Olympischen Charta festgeschrieben sind.

Amnesty International fordert die chinesischen Behörden dazu auf, diese fünf Personen unverzüglich freizulassen. Die internationale Gemeinschaft muss sich für ihre Freiheit einsetzen!

  • Die Citizen-Journalistin Zhang Zhan wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, weil sie über die Covid-19-Situation in China berichtete.
  • Der uigurische Akademiker Ilham Tohti wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er konstruktive Ansätze vorgeschlagen hatte, die die Ungleichbehandlung ethnischer Gruppen in China bekämpfen sollten.
  • Die Menschenrechtsverteidigerin Li Qiaochu wurde inhaftiert, weil sie auf die Folterungen durch die chinesischen Behörden aufmerksam machte.
  • Der Anwalt und ehemalige politische Gefangene Gao Zhisheng verschwand 2017, kurz nach der Veröffentlichung seiner Memoiren, in denen er die Jahre seiner Inhaftierung und Folterungen seitens der chinesischen Behörden beschrieb.
  • Der tibetische Mönch Rinchen Tsultrim wurde zu viereinhalb Jahre Haft verurteilt, weil er seine politischen Ansichten im Internet äusserte.

Gemäss den internationalen Menschenrechtsvorschriften und -standards darf niemand allein für die Ausübung des Rechts auf Meinungsfreiheit inhaftiert werden. Die internationale Gemeinschaft sollte bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking darauf bestehen, dass die chinesische Regierung beginnt, die Menschenrechte einzuhalten. China muss die fünf Champions umgehend freilassen und die Schikanen und die Verfolgung all derer per sofort einstellen, die friedlich ihre Rechte ausüben.