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Inklusive Sprache

2. Mai 2021
Für eine Menschenrechtsorganisation, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Ausgrenzung engagiert, muss eine gendersensible und diskriminierungsfreie Kommunikation selbstverständlich sein.

Die Sprache bildet gesellschaftliche Realitäten nicht nur ab, sondern prägt sie auch massgeblich mit. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Konzeption und Verbreitung von Diskriminierungen und Stereotypen, die sowohl Frauen betrifft als auch Minderheiten, wie LGBTI* Personen, rassifizierte Personen, Personen mit Behinderungen und Personen verschiedenster Herkunft. Es ist somit essenziell, dass Amnesty als Menschenrechtsorganisation eine inklusive Sprache verwendet, die Diskriminierungen nicht nur vermeidet, sondern allen Teilen der Gesellschaft eine egalitäre und respektvolle Sichtbarkeit verleiht.

Geschlechtsinklusive Sprache bezeichnet einen Sprachgebrauch, der in Bezug auf Personenbezeichnungen die Gleichbehandlung aller Geschlechter zum Ziel hat. Die Gleichstellung der Geschlechter soll in gesprochener und geschriebener Sprache zum Ausdruck gebracht und das Spektrum der Geschlechter sichtbar gemacht werden. 

Im Bereich Geschlecht stützen wir uns im Deutschen zukünftig auf das Gender-Sternchen (Asterisk). Dafür haben wir uns entschieden, da es eine der Möglichkeiten ist, die das Spektrum von Geschlechtsidentitäten aufzeigt und mit der binären Vorstellung von männlich und weiblich bricht. Es ist nach unserem Stand auch die Variante, die die allermeisten betroffenen Menschen vorziehen.

Eine inklusive Sprache fördert nicht nur im Bereich Geschlecht die Rücksichtnahme und Repräsentativität aller gesellschaftlichen Gruppen. Sie ist auch antirassistisch, inklusiv gegenüber Menschen mit Behinderungen, vermeidet Altersdiskriminierung (ageism) und generell Stereotype gegenüber Gruppen von Menschen. 

Wir bemühen uns gleichzeitig, eine einfache und verständliche Sprache zu verwenden, die es möglichst allen Leser*innen erlaubt, die Texte zu verstehen.  

Hierzu hat Amnesty Schweiz einen Leitfaden zur inklusiven Sprache geschaffen. Er enthält Erklärungen, Anwendungshilfen und Angaben über weitere Quellen und Kontaktstellen. Er ist nicht abschliessend, da sich Sprache und ihre Anwendung stetig verändern. 

Der Leitfaden zur inklusiven Sprache als pdf (Stand vom 11. August 2021)
Der Leitfaden wird laufend und ergänzt, konsultieren Sie daher bitte diese Seite für die aktuellste Version

In einem Glossar werden die bei Amnesty am häufigsten verwendeten Begriffe erklärt. Das Glossar nennt auch Begriffe, welche NICHT verwendet werden sollen, weil sie zum Beispiel diskriminierend, rassistisch oder ausschliessend sind. Dazu genannt werden – wo sinnvoll – Begriffe, welche als Alternativen dienen können. 

Beim Glossar handelt es sich um keine abschliessende Liste, Links auf weitere Glossare finden Sie im Leitfaden.

Zum Glossar

Haben Sie Anregungen zur inklusiven Sprache und wie wir diese noch besser umsetzen können? Fehlt Ihnen ein Begriff im Glossar?

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