Die Generalversammlung 2015 steht ganz im Zeichen der Konzernverantwortung. © Amnesty International
Die Generalversammlung 2015 steht ganz im Zeichen der Konzernverantwortung. © Amnesty International

Amnesty Schweiz Generalversammlung 2015: Konzernverantwortung im Mittelpunkt

Am Wochenende vom 25. und 26. April findet im Luzerner Kultur- und Kongresszentrum KKL die diesjährige Generalversammlung der Schweizer Sektion von Amnesty International statt. Schwerpunktthema ist die Verantwortung von Konzernen für die Menschenrechte: Kann die Schweiz als Sitz etlicher multinationaler Unternehmen eine Vorreiterinnen-Rolle spielen? Ein Podium zu diesem Thema mit Gästen aus Wirtschaft und Politik eröffnet die Generalversammlung am Samstag, 25. April um 12.15 Uhr.

Rund 270 Mitglieder der Schweizer Sektion von Amnesty International werden am kommenden Wochenende die Gelegenheit wahrnehmen, über aktuelle Arbeitsschwerpunkte der Menschenrechtsorganisation zu diskutieren, engagierte Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland zu treffen, über Vorstösse aus der Mitgliedschaft und über statutarische Geschäfte zu entscheiden. Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion mit Gästen aus Wirtschaft und Politik zur Konzernverantwortungsinitiative, welche diese Woche von Amnesty International mit lanciert wurde.

Zu den weiteren aktuellen Themen der Generalversammlung gehören auch die Auswirkungen von Online-Überwachung auf die Menschenrechte, die Flüchtlingspolitik im Mittelmeer und die Verletzung der Meinungsfreiheit in Saudi-Arabien.

Podiumsdiskussion Samstag, 25.

KONZERNVERANTWORTUNG: EINE VORREITERINNENROLLE FÜR DIE SCHWEIZ?

Einleitend:

Gespräch mit Diana Fonseca, Kolumbien, über ihre persönliche Betroffenheit durch Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung durch einen Schweizer Konzern in Kolumbien.

Auf dem Podium:
  • Dominique Biedermann, Direktor der Stiftung Ethos
  • Rosmarie Quadranti, Nationalrätin (BDP), Mitglied der Aussenpolitischen Kommission und der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur
  • Regina Ammann, Head of Public Policy, Syngenta
  • Michael Fahrbach, Nachhaltigkeitsmanager, Glencore
  • Danièle Gosteli Hauser, Verantwortliche Wirtschaft und Menschenrechte, Schweizer Sektion von Amnesty International
  • Moderation: Eveline Kobler, Wirtschaftsredaktorin, Schweizer Radio und Fernsehen SRF

Hintergrundinformationen

Amnesty International ist eine weltweit tätige, demokratisch organisierte Menschenrechtsorganisation. Ihre Stärke beruht auf sorgfältigen Recherchen und auf über 7 Millionen Menschen aus allen Kontinenten, die sich in Kampagnen und Aktionen für die Menschenrechte engagieren. Die Schweizer Sektion zählt 48‘000 Mitglieder und 80‘000 weitere regelmässige Spenderinnen und Spender. Rund 2000 Freiwillige engagieren sich in 81 Gruppen für die Menschenrechte.

Die Konzernverantwortungsinitiative wurde diese Woche von einer breiten Koalition von beinahe 70 Schweizer Organisationen lanciert. Sie soll dafür sorgen, dass Schweizer Unternehmen den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in ihre Geschäftspraktiken integrieren.

Medienmitteilung veröffentlicht: Bern, 23. April 2015
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