Plakatkampagne «Bei uns kaum denkbar»

Oktober 2010
Vom 25. Oktober bis 7. November 2010 sind an über 1100 Plakatstellen in der Deutsch- und Westschweiz diese Plakate zu sehen. Sie machen auf die vielfältigen Formen von Menschenrechtsverletzungen aufmerksam.

bundesratSind Sie nicht immer mit der Regierung einverstanden? Haben Sie einmal an einer Demonstration teilgenommen oder gar die Opposition gewählt? In Myanmar (Burma) könnte Sie all dies hinter Gitter bringen. Mehr als 2’200 Personen sitzen derzeit in Haft allein deshalb, weil sie ihrer freien Meinung Ausdruck verliehen haben. In einer weltweiten Online-Aktion setzt sich Amnesty International bei den Regierungen von neun Nachbarstaaten Myanmars für die drei Grundfreiheiten ein: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Vereinsfreiheit. Unterstützen auch Sie die Online-Aktion!


Ehebruch

Das Risiko, im Iran aufgrund von «Ehebruch» gesteinigt zu werden, ist auch heute durchaus real: Dies zeigt der Fall von Sakineh Ashtiani. Sie wurde im Mai 2006 zum Tod durch Steinigung verurteilt. Aufgrund breiter internationaler Proteste teilte die iranische Regierung im September 2010 zwar mit, dass Sakineh Ashtiani «vorerst» nicht gesteinigt würde. Sie sitzt aber weiterhin in der Todeszelle im Gefängnis von Tabriz. Setzen Sie sich mit Amnesty International für sie ein.

 

SonderschulenIn der Slowakei wird systematisch das Recht auf gleichberechtigte Bildung von Romakindern verletzt, indem sie aus dem regulären Unterricht ausgeschlossen werden. Ungeachtet ihrer Fähigkeiten werden sie bereits beim Eintritt in die Grundschule von den anderen Kindern getrennt und in Sonderschulen oder -klassen für geistig behinderte und lernschwache SchülerInnen oder in reine Roma-Schulen mit vereinfachtem Lernplan abgeschoben. Amnesty International fordert von der slowakischen Regierung, dass sie der Ausgrenzung und Diskriminierung von Roma-Kindern ein Ende setzt. Mehr

 

Talbewohner expulsionsÜberall auf der Welt setzen Staaten ganze Familien auf die Strasse und zerstören deren Lebensgrundlagen, ohne geeignete Lösungen vorzuschlagen oder angemessene Entschädigungen zu gewährleisten. Zwangsräumungen treffen immer die Ärmsten. Mit jeder Zwangsräumung verlieren diese nicht nur ihre schützenden Mauern, sondern auch alles, was ihr Zuhause ausmacht: Vertrautheit, Familie, Gesundheit, Arbeit und ein soziales Netzwerk. Im Jahr 2008 lebten zwischen 30 und 50 Millionen Menschen, verteilt auf 70 Länder, unter der ständigen Drohung einer Zwangsräumung. Mehr