Amnesty Schweiz Neue/r Geschäftsleiter/in gesucht

Die Schweizer Sektion von Amnesty International hat die Stelle des Geschäftsleiters/ der Geschäftsleiterin neu ausgeschrieben. Das Auswahlverfahren wird vermutlich Ende Januar 2020 abgeschlossen sein.

Manon Schick, die bisherige Stelleninhaberin, möchte sich nach zwei Amtszeiten von je fünf Jahren neuen Aufgaben widmen und scheidet planmässig im Sommer 2020 aus. Zu ihren Errungenschaften an der Spitze von Amnesty International Schweiz zählt unter anderem der Ausbau der Bildungsarbeit der Sektion und die stärkere Einbeziehung von jungen Aktivistinnen und Aktivisten im Einsatz für die Menschenrechte. Neben den Frauenrechten, die Manon Schick persönlich sehr am Herzen liegen, hat die Geschäftsleiterin auch dazu beigetragen, dass die Verantwortung von Konzernen beim Menschenrechts- und Umweltschutz ganz oben auf der Agenda der Schweizer Sektion stehen:

«Einen wichtigen Kampf möchte ich gemeinsam mit meinen MitstreiterInnen noch gewinnen, bevor ich Amnesty im kommenden Sommer verlasse: Dass multinationale Konzerne auch im Ausland für Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverstösse geradestehen müssen. Es war meine erste Amtshandlung als neu gewählte Geschäftsleiterin, dem Initiativkomitee der Konzernverantwortungsinitiative beizutreten. Jetzt, 10 Jahre später, steht die Initiative im Parlament am entscheidenden Punkt. Kommt es im Frühjahr 2020 zur Volksabstimmung, werde ich alles dafür tun, dass wir diese gewinnen», sagt Manon Schick.

Die Geisteswissenschaftlerin und Journalistin aus Lausanne war 2004 zunächst als Mediensprecherin zu Amnesty Schweiz gestossen, bevor sie den Posten der Programmleiterin Medien und Advocacy übernahm und dann 2010 als Geschäftsleiterin nominiert wurde. Jetzt sei es an der Zeit, dass eine neue Person die Führung der Menschenrechtsorganisation übernehme, so Schick.

«Amnesty Schweiz, das ist ja nicht nur eine Geschäftsleiterin, sondern das sind rund 65 Mitarbeitende, 2000 engagierte Aktivisten und Aktivistinnen und über 100 000 Menschen, die uns jedes Jahr unterstützen. All diese Menschen werden sich auch nach meinem Weggang für die Menschenrechte stark machen.»

Im Jahr 2020 werden auch die neuen strategischen Leitlinien von Amnesty International und der Schweizer Sektion erarbeitet. Deshalb ist es sinnvoll, dass sich eine neue Geschäftsleiterin/ ein neuer Geschäftsleiter in diesen Prozess mit einbringen kann. Das gesamte Team von Amnesty Schweiz dankt Manon Schick bereits an dieser Stelle für ihren herausragenden Einsatz.  

Interview mit Manon Schick in 24 heures